Gefahrgut - Glossar

Alles wissenswertes über das Thema Gefahrgut!


Als Gefahrgut bezeichnet man Stoffe, Zubereitungen (Gemische, Gemenge, Lösungen) und Gegenstände, welche Stoffe enthalten, von denen aufgrund ihrer Natur, ihrer physikalischen oder chemischen Eigenschaften oder ihres Zustandes beim Transport bestimmte Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere für die Allgemeinheit, wichtige Gemeingüter, Leben und Gesundheit von Menschen, Tieren und anderen Sachen ausgehen können und die aufgrund von Rechtsvorschriften als gefährliche Güter einzustufen sind. Bezettelung ist die Kennzeichnung eines Gefahrguttransports mit einer Gefahrentafel (orangefarbene Warntafel, rechteckig, am Transportfahrzeug) und Zetteln und Großzetteln (Placards, Rauten, am Packstück respektive am Fahrzeug). Diese geben Hinweise über die Zusammensetzung des Transportgutes bzw. der davon ausgehenden Gefahren und dienen damit dem schnellen Festlegen von Maßnahmen im Falle eines Gefahrgutunfalls. ( Quelle: Wikipedia )

Mit unserem sehr informativen Glossar ( fachsprachliches und technisches Wörterbuch ) möchten wir Ihnen den richtigen Gebrauch dieser Fachausdrücke und deren eindeutiges Verständnis näher bringen!

ABCDEFGHIJKLMNPQRSTUWZ
 
nach obenBegriffe A

ABSENDER

Gefahrgutrechtlich das Unternehmen, das selbst oder für einen Dritten gefährliche Güter versendet. Erfolgt die Beförderung aufgrund eines Beförderungsvertrages, gilt als Absender gemäß diesem Vertrag derjenige, der mit dem Beförderer einen Beförderungsvertrag abschließt; also der Hersteller eines gefährlichen Gutes (Produktionsbetrieb) oder ein Händler (Vertreiber eines gefährlichen Gutes), der mit einem Dritten den Beförderungsvertrag abschließt (z.B. einem Transportunternehmer), der damit zum Frachtführer wird. Beauftragen Hersteller oder Händler einen Dritten, die Beförderung zu besorgen, also nicht selbst durchzuführen, werden sie zum Auftraggeber des Absenders. Die vorstehenden Ausführungen gelten dann entsprechend. Im Beförderungspapier(-dokument) ist beim Transport gefährlicher Güter die Anschrift anzugeben. Im Seeschiffs- und Luftverkehr mit gefährlichen Gütern wird der Begriff Versender verwendet.

ADN

ADN steht für:
Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par voie de navigation intérieure, europäische, multilaterale Übereinkunft des Transports gefährlicher Güter auf dem Wasserweg betreffend; siehe Gefahrgutverordnung.

ADR

Das Europäische Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (Abkürzung ADR, von Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route) enthält besondere Vorschriften für den Straßenverkehr hinsichtlich Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrgut.

ADR-BESCHEINIGUNG

Der Gefahrgutführerschein, auch ADR-Bescheinigung genannt, ist eine Erlaubnis zum Befördern von Gefahrgut und kann wie folgt erworben werden:

Bei ausgewählten Schulungsveranstaltern durch Teilnahme an einem Lehrgang. Durch die Teilnahme an diesem Basiskurs (3 Tage) und der anschließenden Prüfung wird bei Bestehen eine Bescheinigung mit fünfjähriger Gültigkeit ausgestellt. Die Prüfung umfasst 30 Fragen, 5 Fragen dürfen maximal falsch beantwortet werden. Um die Bescheinigung zu verlängern, muss innerhalb des letzten Gültigkeitsjahres eine Fortbildungsschulung (1 1/2 Tage) besucht, und die anschließende IHK-Prüfung bestanden werden. In Deutschland werden diese Prüfungen von der zuständigen Deutschen Industrie- und Handelskammer (IHK) abgenommen.

ADR-FUNKTIONEN

Das ADR regelt unter anderem
die Einstufung der zu transportierenden Güter als Gefahrgut und die zugehörigen Sicherheitsmaßnahmen
Bezettelung (Kennzeichnung) und Dokumentation wie Beförderungspapier und schriftliche Weisung (Unfallmerkblatt) eines Gefahrguttransports
den Bau von Behältern, Tanks, Fahrzeugen für Gefahrguttransporte
Befreiungen von der Einhaltung der Regeln des ADR
multimodale Gefahrguttransporte (Straße - Zug, Schiff oder Flugzeug)

Das ADR fordert unter anderem, dass
der Fahrer in vielen Fällen einen Gefahrgutführerschein besitzen muss
alle am Umschlag und Transport Beteiligten Sachkenntnisse über die Gefahrgutvorschriften nachweisen müssen
die Unternehmen, die Gefahrgüter befördern, einen Gefahrgutbeauftragten haben müssen.

ADR-VERTRAGSSTAATEN

Derzeit gibt es folgende ADR-Mitgliedsstaaten:
Albanien, Andorra, Aserbeidschan, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island[3], Italien, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Marokko, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Republik Moldau, Rumänien, Russische Föderation, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Türkei, Tunesien, Tschechische Republik, Ukraine, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Weißrussland und Zypern.

ADV

Der Flughafenverband ADV(Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) ist ein Fachverband mit Sitz in Berlin (früher Stuttgart).
Der Flughafenverband ADV setzt sich für einen leistungsstarken und wettbewerbsfähigen Luftverkehrsstandort Deutschland ein. Er unterstützt alle Maßnahmen, die den bedarfsgerechten Ausbau ermöglichen, die eine optimale Nutzung der vorhandenen Kapazitäten gewährleisten, die Intermodalität fördern sowie die Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit des Luftverkehrs verantreiben. In den für Flughäfen relevanten Gebieten Recht, Wirtschaft, Infrastruktur, Technik, Umweltschutz, Verkehr, Personal- und Sozialwesen bietet der Flughafenverband ADV seinen Mitgliedern mit Ausschüssen, Arbeitsgruppen und Task Forces eine Plattform für die fachliche Zusammenarbeit und einen effizienten Erfahrungsaustausch.
Der Flughafenverband ADV berät die zuständigen nationalen und internationalen Körperschaften und Behörden bei Gesetzesvorhaben und bei der Durchführung gesetzlicher Bestimmungen und Maßnahmen, die die gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder berühren. Weiterhin unterhält der Flughafenverband ADV Beziehungen zu nationalen und internationalen Organisationen und Verbänden des Verkehrswesens. In deren Gremien vertritt und vermittelt der Flughafenverband ADV die Anliegen der deutschen Flughäfen und unterstützt Ziele und Projekte, die im Interesse ihrer Mitglieder liegen. Die ADV nimmt darüber hinaus an den bilateralen Luftverkehrsverhandlungen der Bundesregierung teil.

AWB ( Air Waybill )

Der Luftfrachtbrief (Air Waybill - kurz: AWB) ist in der Luftfracht vorgeschrieben. Er ist ein internationales Beförderungsdokument und muss daher auf Englisch ausgestellt werden. Die Funktionen des Luftfrachtbriefes sind unter anderem:

Der Beweis über den Abschluss eines Luftfrachtvertrages
Eine Empfangsbestätigung der Fluggesellschaft
Anerkenntnis des Absenders der Rechtsgrundlagen
Er kann als Frachtrechnung dienen
Er wird als Gestellungsverzeichnis für die Zollanmeldung verwendet
Dient als Versicherungsschein, wenn eine Transportversicherung mit der Fluggesellschaft abgeschlossen wurde

Der AWB ist nicht übertragbar und kein Warenwertpapier. Für die Richtigkeit der Angaben haftet der Absender.

nach obenBegriffe B

BAG

Bundesamt für Güterverkehr.

BAM

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung.

BEAUFTRAGTE PERSONEN

Beauftragte Personen nehmen in Unternehmen die aus den Gefahrgutvorschriften resultierenden Pflichten des Unternehmers wahr. Für sie gilt § 6 der Gefahrgutbeauftragten-Verordnung, wonach Beauftragte Personen aufgabenspezifisch ausgebildet sein müssen. Diese Forderung schließt die regelmäßige Aktualisierung des Wissens durch Wiederholungsseminare ein.

BEFÖRDERER

Der Beförderer ist die Person, die die Waren aus dem Zollgebiet der Gemeinschaft verbringt oder für die Beförderung der Waren aus dem Zollgebiet verantwortlich ist. In der Regel ist dies die Reederei, die Spedition, die Flug- oder Eisenbahngesellschaft. In der summarischen Ausgangsanmeldung ist die EORI-Nummer des Beförderers anzugeben.
In ATLAS-EAS wird für den Beförderer der Begriff Verbringer verwendet.

BEFÖRDERUNGSPAPIER

Jeder Gefahrguttransport muss von einem Beförderungspapier begleitet sein. Auf diesem sind die Stoffe (Klassifizierung mit UN-Nummer, Gefahrzettel, sowie der technische Name, für Haupt- und Nebengefahr und Verpackungsgruppe) und Verpackungen, die jeweiligen Mengen, und über ein Punktesystem die Ermittlung der Freigrenzen vermerkt. Auch Namen und Anschriften von Absender und Empfänger müssen angeführt sein.

BEGASTE EINHEIT

Vorschriften für den Versand von begasten Containern

Seit 2001 enthalten die Modellvorschriften der Vereinten Nationen für den Transport gefährlicher Güter den Eintrag UN 3359 „Begaste Einheit“ mit der Zuordnung zur Gefahrgutklasse 9 und der Sondervorschrift 302, die den Begriff „Einheit“ für die verschiedenen Verkehrsträger wie Container, Fahrzeug oder Tank definiert.
Der Abschnitt 5.5.2 enthält Sondervorschriften für den Versand:
Die Beförderungspapiere müssen Angaben zum Datum der Begasung, zur Art und Menge des eingesetzten Begasungsmittels und zur Beseitigung von Rückständen des Begasungsmittels enthalten.
An jeder begasten Einheit muss an einer für Personen, die versuchen in das Innere zu gelangen, leicht einsehbaren Stelle ein Warnzeichen angebracht werden. Der Warnhinweis muss an der Einheit verbleiben, bis diese belüftet wurde, um schädliche Konzentrationen des Begasungsmittels zu entfernen, und die begasten Güter entladen wurden.
Das Warnzeichen besteht aus dem Totenkopfsymbol, den Hinweisen „Gefahr“, „Diese Einheit ist begast“ und „Zutritt verboten“ sowie Angaben zur Art des Begasungsmittels, Datum und Uhrzeit der Begasung und Datum der Belüftung. Es muss mindestens die Ausmaße 30 x 25 cm haben, mit mindestens 2,5 cm hoher schwarzer Schrift auf weißem Grund.

BMVBS

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

BPG

Der Gesetzgeber hat mit der Gefahrgutbeauftragten-Verordnung vorgesehen, dass Betriebe und Behörden, die Gefahrgut befördern, versenden, verpacken (egal, welche Menge), ihre beauftragten Personen besonders in diesen Bereichen geschult sein müssen:
Handdhabung der ADR/RID, Gefahrgutklassen und Kleinstmengenregelung, Gefahrgutrecht, Klassifizierung der Stoffe, Bezettelung der Versandstücke, Zusammenpack-, Zusammenladeverbote, Richtlinien zu den Unfallmerkblättern, Beförderungspapier, Beförderungserlaubnis, Besondere Vorschriften für den Verkehr der Fahrzeuge.

BTX

Laborübliche Abkürzung für Benzol, Toluol, Xylol. Aromaten, die als Summenparameter bestimmt werden und eine Aussage über die Belastung von Luft, Boden oder Wasser zulassen.

nach obenBegriffe C

CARGO AIRCRAFT ONLY (CAO)

Cargo Aircraft Only (CAO) bedeutet, dass ein Frachtstück nur für Frachtflugzeuge und nicht für Passagierflugzeuge erlaubt ist.
Die Packing Instruction (dtsch. Verpackungsvorschrift) gibt die Bedingungen für die Verpackung an, sowie die zur Beförderung erlaubten Mengen pro Packstück. Bei Verbot des Transportes steht: F = FORBIDDEN (dtsch. verboten) in der Gefahrgutliste.
Frachtstücke, die die Bedingungen nach der Gefahrgutverordnung PAX erfüllen, also für Passagierflugzeuge geeignet sind, dürfen immer auch in Frachtmaschinen befördert werden.

CARNET ATA

Carnet ATA (Carnet Admission Temporaire/Temporary Admission)
Das Carnet ATA ist eine Art „Reisepass“ für Waren, wie zum Beispiel Messegüter, Warenmuster und Berufsausrüstungsgegenstände. Das Carnet ATA erleichtert die vorübergehende Einfuhr von Waren in ein anderes Zollgebiet als das heimische. Es wird heute in 65 Ländern der Welt angewendet. Die Carnetbenutzer sparen mit diesem Zollverfahren Zeit bei der Einfuhrabfertigung, weil keine Sicherheitshinterlegung in Höhe der auf den Waren ruhenden ausländischen Einfuhrabgaben (wie Zölle, Einfuhrumsatzsteuer) erfolgen muss. Der ausländische Zoll erhält durch das Carnet eine Art Bürgschaft, die seinen Anspruch auf Bezahlung der Einfuhrabgaben sichert. Carnets sind immer für ein Jahr gültig und nur erlaubt für Berufsausrüstung, Warenmuster, Messe- und Ausstellungsgut oder gemäß nationaler Vorschrift (nur in Ausnahmefällen, wenn die IHK ausführlich darauf hingewiesen hat). Carnets werden in Deutschland von den regional zuständigen Industrie- und Handelskammern und in enger Kooperation mit der in Hamburg ansässigen „Euler Hermes Kreditversicherungs-AG“ ausgestellt. Vor Beginn der Auslandsreise muss das jeweilige Binnenzollamt die Ware begutachten und deren „Nämlichkeit“ feststellen. Jedes Carnet ist nach Ende der Reise, jedoch spätestens zum Ablauf seiner Gültigkeitsdauer, an die Industrie- und Handelskammer zurückzugeben.
Bei Reisen innerhalb der EU ist ein Carnet nicht erforderlich. Für Reisen in die folgenden Länder kann ein Carnet ATA verwendet werden (Stand: März 2008): Algerien, Andorra, Australien, Chile, VR China, Elfenbeinküste, Gibraltar, Hongkong, Indien, Iran, Island, Israel, Japan, Kanada, Korea, Kroatien, Libanon, Malaysia, Marokko, Mauritius, Mazedonien, Mongolei, Neuseeland, Norwegen, Pakistan, Russland, Schweiz, Senegal, Serbien, Singapur, Sri Lanka, Südafrika, Thailand, Türkei, Tunesien, Ukraine, USA und Weißrussland.
Für Taiwan benötigt man das orange-/lachsfarbene (Taiwan-)Carnet C.P.D

CAS-NUMMERN

Die CAS-Nummer (auch CAS-Registrierungsnummer und CAS-Registernummer, engl. CAS Registry Number, CAS = Chemical Abstracts Service) ist ein internationaler Bezeichnungsstandard für chemische Stoffe. Für jeden bekannten chemischen Stoff (auch Biosequenzen, Legierungen, Polymere) existiert eine eindeutige CAS-Nummer. Summenformeln, (verschiedensprachige) Trivialnamen und sogar IUPAC-Namen sind nicht eindeutig und können zur Verwechslung insbesondere durch Nichtchemiker führen. Verschiedene Isomere eines Moleküls tragen verschiedene CAS-Nummern.

CONNECTIVITY

DGOffice.net verfügt über verschiedene Support-Module:
Label – Druckt die Versand-Etiketten, die für jedes Packstück erforderlich sind, einschließlich Versender- und Empfänger-Angaben, UN-Nummer, korrekter Versandbezeichnung und erforderlicher Zusatzangaben.
Eigene Produkte – Erzeugt eine personalisierte Stoff-Datenbank. Mit diesem Modul können Sie Ihre eigenen Produkte klassifizieren und Ihre eigenen Produktnamen und Artikelnummern verwenden, um Dokumente zu erstellen und Vorschriften anzuzeigen.
Archiv – Archiviert Aufzeichnungen über Ihre Versendungen und Dokumente, beispielsweise für Berichte des Gefahrgut-Beauftragten wie die sogenannten DGSA-Rreports oder sonstige erforderliche Berichte.
Zum DEMO-Login gelangen Sie unter: www.DGOffice.net

CTIF

Das CTIF (Comité Technique International de prévention et d'extinction du Feu; deutsch: Internationales technisches Komitee für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen) ist eine internationale Organisation zur Förderung der weltweiten Zusammenarbeit zwischen Feuerwehrmitgliedern und weiteren Experten im Feuerwehr- und Rettungswesen. Heutzutage zählt das CTIF 48 Mitgliedsländer.

CTU

Cargo Transport Unit = Beförderungseinheit

nach obenBegriffe D

DANGEROUS GOODS

Englisch - Gefahrgut

DEFLAGRATION

Eine Deflagration (von lateinisch deflagrare = abbrennen) ist ein schneller Verbrennungsvorgang, bei dem der Explosionsdruck nur durch die entstehenden und sich ausdehnenden Gase hervorgerufen wird. Die Fortpflanzung geschieht durch die bei der Reaktion freiwerdende Wärme, anders gesagt erfolgt die Zündung des unverbrannten Gemisches durch Aufheizung des Gemisches in der Flammenfront.

Bei einer Deflagration liegt der Verbrennungsdruck (in Luft unter atmosphärischen Ausgangsbedingungen) zumeist in der Größenordnung von 1 MPa (10 bar), kann jedoch abhängig vom Brennstoff höher sein (etwa bei nuklearen Reaktionen; siehe auch Supernova). Die Verbrennung verläuft mit einer Geschwindigkeit, die kleiner ist als die Schallgeschwindigkeit im verbrennenden Medium.

DESENSIBILISIERTE STOFFE

Stoffe der Klasse 4.1 sind leicht entzündliche feste Stoffe und Gegenstände, die durch Funkenflug entzündet werden können oder durch Reibung einen Brand verursachen können. Des Weiteren umfasst die Klasse 4.1 selbstzersetzliche Stoffe, die bei außergewöhnlich hohen Temperaturen oder durch Kontakt mit Verunreinigungen zu stark exothermen Zersetzungen neigen. Explosive Stoffe, die mit einer solchen Menge Wasser oder Alkohol befeuchtet sind oder die eine solche Menge Plastifizierungs- oder Inertisierungsmittel enthalten, dass die explosiven Eigenschaften unterdrückt sind, sind ebenso Stoffe der Klasse 4.1.

DGM-GERMANY

DGM-Germany GmbH & Co. KG, Seit Januar 2010 arbeitet die Fa. DGM-Germany GmbH & Co. KG bundesweit, es sind weiter Niederlassungen an anderen Flughäfen geplant, somit wird ein Know-How-Transfair ermöglicht.

DGM-SCHULUNGEN

Über die DGM-Germany werden Schulungen angeboten, die das ganze Gefahrgutspektrum umfassen.Bei der DGM-Germany können Sie Ihren Staplerschein erwerben.

DGM-SOFTWARE

Die DGM-Germany vertreibt insbesondere die hauseigene Software " DGOffice.net " als Gesamtlösung für Dokumentation und Information über die Beförderung und Lagerung von Gefahrgut laut ADR - RID - IMDG - IATA - 49CFR

DGOFFICE-SOFTWARE

DGOffice.net ist eine Software zur Erstellung von ADR-Beförderungs-Papieren, IMO-Erklärungen und IATA-Shipper-Declaration.Die einfach zu bedienende Software ermöglicht es mit ein paar Klicks ein fehlerfreies Beförderungsdokument für sämtliche Verkehrsträger zu erstellen.

DGOffice ist eine Gefahrgut-Software, mit der man in der Lage ist, erweiterte Informationen über alle UN-Nummern zu erhalten und eine Reihe verschiedener Gefahrgut-Dokumente für alle Verkehrsträger erzeugen und drucken zu können.
Selbstverständlich werden hierbei alle aktuellen Gesetze, Regularien und Bestimmungen berücksichtigt. Module für die Erstellung / Veröffentlichung der Sicherheits-Datenblätter sind ebenfalls erhältlich.
DGOffice ist ein Modul basierendes System und internetbasierende Web-Applikation die vollständig über das Internet zu bedienen ist, die Sicherheit und Verfügbarkeit der sogenannten DGM-Cloud-Software ist zukunftweisend.
Durch unser Modul-Basis kann DGOffice-Software genau auf Ihre Bedürfnisse und auf die jeweiligen Anforderungen konfiguriert und zugeschnitten werden, mit dem Vorteil die Software von jedem Ort der Welt aus bedienen zu können, vorausgesetzt eine Internetverbindung und ein Web-Browser ist verfügbar.
Analog der von erworbenen Software-Rechte, können auch die Verantwortlichen in den Unternehmen ( Administrator u.s.w. ), ein Konto einrichten, Lizenzen erzeugen oder die Daten pflegen und aktualisieren ohne Rücksicht auf Standort oder vorhandene lokale Software.

DGR

Dangerous Goods Regulations (DGR) ist ein Regelwerk für den Transport von Gefahrgut im Luftverkehr der IATA.
Die DGR-Bestimmungen sehen vor, dass eine bestimmte Nettomenge pro Versandstück nicht überschritten wird. Außerdem muss die Verpackung der Güter nach besonderen Richtlinien vorgenommen werden. Güter müssen in Frachtbriefen und sonstigen Versanddokumenten entsprechend deklariert werden. Zudem müssen Versandstücke mit besonderen Gefahrzetteln oder Markierungen gekennzeichnet werden. Der Absender muss eine Versendererklärung ausfüllen. Zur Codierung hilft die PAX-Nummer.

Die Dangerous Goods Regulations übernehmen die von der ICAO herausgegebenen Technical Instructions (ICAO-TI). Daneben haben alle IATA-Mitgliedsairlines die Möglichkeit, spezielle Bestimmungen (i. d. R. Verschärfungen der geltenden Bestimmungen] und Bedingungen festzulegen

DIN

Das Deutsche Institut für Normung e. V. (kurz DIN) ist die bedeutendste nationale Normungsorganisation in der Bundesrepublik Deutschland.
Diese Organisation wurde am 22. Dezember 1917 unter dem Namen „Normenausschuss der deutschen Industrie“ gegründet. Eine erste Umbenennung erfolgte 1926 zu „Deutscher Normenausschuss“, um auszudrücken, dass sich das Arbeitsgebiet nicht mehr auf die Industrie beschränkte. Der heutige Name wurde 1975 im Zusammenhang mit dem zwischen der Organisation und der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossenen Normenvertrag gewählt. Die unter der Leitung von Arbeitsausschüssen dieser Normungsorganisation erarbeiteten Standards werden als DIN-Normen bezeichnet.

DRUCKFASS

Geschweißtes ortsbewegliches Druckgefäß mit einem Fassungsraum von mehr als 150 Liter und höchstens 1000 Liter (z.B. zylindrisches Gefäß mit Rollreifen, kugelförmige Gefäße auf Gleiteinrichtungen).

DSC

Solid Cargoes and Containers. Unterausschuß der IMO für die Beförderung von Gefahrgütern, festen Ladungen und Containern.

nach obenBegriffe E

ECC-TS

European Competence Center for Transport Safety e.V. Europäischer Verein für Transportsicherheit. Vereinigung europäischer Sachverständiger zur Verbesserung und Standardisierung der Ladungssicherung für alle Verkehrsträger.

EINECS

EINECS ist die Abkürzung für European Inventory of Existing Commercial Chemical Substances. Dies ist das Verzeichnis der sogenannten Altstoffe, das von der EU 1998 angelegt wurde um das Gefährdungspotential chemischer Stoffe zu ermitteln und ein um zunächst Neustoffe zu überprüfen. Sie enthält etwa 100.000 Substanzen, die der Verordnung 793/93 unterliegen.
Die EINECS-Nummer wird für Substanzen in ihrer wasserfreien Form als auch in ihrer Hydratform genutzt, eine Differenzierung erfolgt dagegen häufig mit verschiedenen CAS -Nummern.

EPAL

European Pallet Association. Europäischer Palettenverband.

EQ

Excepted Quantities. Englisch " freigestellte Mengen“.

ERI-CARD

Die ERI-Cards oder Emergency Response Intervention Cards auch Traffic Emergency Card oder Tremcard geben Hinweise für Erstmaßnahmen bei einem Gefahrgutunfall.
Sie wurden vom Verband der Europäischen chemischen Industrie (CEFIC) als Informationsquelle für die Feuerwehr geschaffen um im Falle eines Unfalls mit chemischen Transportgütern eingesetzt zu werden. Sie beinhalten wie mit dem jeweiligen chemischen Stoff umgegangen werden muss und welche spezielle Ausrüstung benötigt wird. Besonders notwendig sind die ERI-Cards, wenn keine weiteren Informationen des Herstellers über das relevante Material vorliegen.

nach obenBegriffe F

FAHRWEGBESTIMMUNG GEFAHRGUT

Die Fahrwegbestimmung (§ 35 GGVSEB) legt die Fahrtroute von Gütern bestimmter entzündbaren Stoffen der Klasse 3 fest. In einigen Bundesländern wird die Fahrwegbestimmung per Allgemeinverfügung bekannt gegeben. Es wird jeweils ein Positivnetz und ein Negativnetz von Straßen definiert. Diese Allgemeinverfügung und eine Beschreibung der vorgesehenen Fahrtroute sind dem Fahrzeugführer vor Antritt der Fahrt auszuhändigen.
Der Beförderer oder eine von ihm beauftragte Person hat den Fahrzeugführer vor der ersten Beförderung in die Anwendung der Fahrwegbeschreibung und der Allgemeinverfügung einzuweisen.

FIBC

Ein Bigbag ( FIBC ), englisch für großer Sack, ist ein flexibler Schüttgutbehälter. Die internationale Bezeichnung ist FIBC und steht als Abkürzung für Flexible Intermediate Bulk Container (engl. für flexibles mittleres Behältnis für Massengüter).

Ein Bigbag fasst ungefähr 1000 bis 1300 Liter. Er besteht aus stabilem Kunststoffgewebe und kann nach seiner Entleerung und Reinigiung erneut befüllt werden, sodass er einen mehrfach einsetzbaren Transportbehälter darstellt. Ein großer Bigbag füllt die Fläche einer Europalette aus und ist befüllt ca. 1,5 Meter hoch. An seiner Oberseite hat er mehrere stabil angenähte Schlaufen, an denen der Bigbag zum Befüllen oder Entleeren angehoben werden kann. Zusätzlich sind je nach spezieller Anforderung Einfüll- bzw. Auslaufstutzen angenäht.

Je nach Schüttguteigenschaft stellt die staubfreie und dosierte Ausbringung aus einem BigBag häufig ein Problem dar. Aus diesem Grund werden spezielle BigBag-Dosierautomaten angeboten.

Bigbags bestehen meist aus einem PP-Gewebe, das innen mit einer PE-Folie beschichtet ist, um eine geringe Materialdurchlässigkeit und Schutz vor Feuchtigkeit zu gewährleisten.

Bigbags werden oft in der Entsorgungstechnik für leichtere Abfallstoffe wie Papier und Stoffreste eingesetzt. Sie werden auch als preiswertes Transport- und Endlagergebinde für Reststoffe (z.B. Filterstäube) in Untertagedeponien eingesetzt. Auch als Produktverpackung von Schüttgütern wie Holzpellets, Mandeln, Kakaobohnen, Kunststoffgranulat aber auch für den Transport von Baustoffen (Sand, Kies, Schotter sowie kleinere Pflastersteine usw.) sowie Saatgut (Mais, Getreide) werden zunehmend Bigbags eingesetzt.

Bigbags müssen den Sicherheitsvorgaben des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (GPSG) entsprechen. Für die Einhaltung ist ggfs. der Importeur verantwortlich.

FLAMMPUNKT

Der Flammpunkt eines Stoffes ist die niedrigste Temperatur, bei der sich über einem Stoff ein zündfähiges Dampf–Luft-Gemisch bilden kann. Ist das Volumen des Gemisches groß genug, kann eine Explosion erfolgen. Unterhalb des Flammpunktes kann sich die Flammfront nicht von der Zündquelle weg ausbreiten, da die Wärme aus der Oxidation nicht ausreicht, um das Gemisch auf die zur Verbrennung nötige Temperatur aufzuheizen. Literaturwerte für Flammpunkte gelten allgemein für einen Luftdruck von 1013 mbar. Bei höherem Druck liegt der Flammpunkt höher – da mehr Luft aufgeheizt werden muss, ist auch eine höhere Konzentration an Dampf nötig.

FRACHTFLUGZEUG

Ein Frachtflugzeug (kurz Frachter) ist ein Flugzeug zum Transport von (kommerzieller) Fracht. Sie gehören zumeist Frachtfluggesellschaften. Da die Maschinen nur Fracht transportieren, besitzen sie keine Sitze sondern meist nur ein Transportsystem für Paletten und Flugzeugcontainer. Frachtflugzeuge verfügen über eine seitliche oder eine Bug- oder Heckklappe, über die das Flugzeug be- und entladen wird.

FRACHTGUT

Frachtgut ist Transportgut, welches von einem Frachtführer gegen Entgelt befördert wird. Das Entgelt für den Transport von Frachtgut wurd als Fracht bezeichnet.

FT

Kennbuchstabe für "entzündlich, giftig“ (in englisch: "flammable, toxic“). Anwendung bei den Klassifizierungscodes des Gefahrgutrechts.

nach obenBegriffe G

GbV

Gefahrgutbeauftragtenverordnung.

GEFAHRGUT-LUFTFRACHTSENDUNG

Werden gefährliche Güter auf dem Luftweg transportiert, sind die Gefahrgutvorschriften der Internationalen Lufttransportbehörde IATA einzuhalten.
Die geforderten Gefahrgutverpackungen, Kennzeichnungen, Dokumentationen hängen von den jeweiligen zu versendenden Gütern ab. Ausser es wird in den Vorschriften anderweitig bestimmt, muss ein vorgeschriebenes Formular "Shipper´s Declaration for Dangerous Goods" (Versendererklärung für gefährliche Güter) ausgefüllt werden. Ein "Air Waybill" (Luftfrachtbrief) muss auf jeden Fall - in englischer Sprache - ausgefüllt werden.

GEFAHRGUTBEAUFTRAGTENVERORDNUNG

Die Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV) regelt unter anderem die Bestellung von Gefahrgutbeauftragten sowie ihre Überwachungspflichten und die Schulung beauftragter und sonstiger verantwortlicher Personen. Zudem wurde mit der GbV die Sicherheitsberater-Richtlinie der EU umgesetzt.

Aufgaben und Pflichten des Gefahrgutbeauftragten:
Der Gefahrgutbeauftragte hat unter der Verantwortung des Unternehmers oder Inhabers eines Betriebes im Wesentlichen die Aufgabe, im Rahmen der betroffenen Tätigkeit des Unternehmens oder Betriebes nach Mitteln und Wegen zu suchen und Maßnahmen zu veranlassen, die die Einhaltung der Vorschriften zur Beförderung gefährlicher Güter für den jeweiligen Verkehrsträger erleichtern. Er hat auf Grund seiner Funktion keine Weisungsbefugnis. Er ist vielmehr ein „Berater” des Unternehmers. Weiterhin überwacht er alle Vorgänge die mit der Abwicklung der Gefahrguttransporte einhergehen. Er ist gem. GbV verpflichtet hierüber Aufzeichnungen zu führen und einen Jahresbericht zu fertigen.

GEFAHRGUTBEAUFTRAGTER

Jedes Unternehmen, das an der Beförderung von Gefahrgut, unabhängig von Verkehrsträger, beteiligt ist, muss mindestens einen Gefahrgutbeauftragten schriftlich bestellen. Diese Pflicht ergibt sich für Deutschland aus § 3 Abs. 1 Nr. 14 des Gesetzes über die Beförderung gefährlicher Güter (Gefahrgutbeförderungsgesetz, GGBefG) i.V.m. der Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV).

GEFAHRGUTBEFÖRDERUNGSGESETZ

Das Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG) ist das grundlegende Gesetz für die Beförderung gefährlicher Güter mit Eisenbahn-, Magnetschwebebahn-, Straßen-, Wasser- und Luftfahrzeugen in der Bundesrepublik Deutschland.
Es regelt den Geltungsbereich der Gefahrgutvorschriften allgemein, legt die Ermächtigungen und die Eingriffsmöglichkeiten der Bundesbehörden und die Höhe der Bußgelder für Ordnungswidrigkeiten fest.
Zum Beispiel beinhaltet der Begriff „Beförderung“ nach diesem Gesetz nicht nur den Transport an sich, sondern auch Vorbereitungs- und Abschlusshandlungen (Verpacken und Auspacken der Güter, Be- und Entladen).

GEFAHRGUTKLASSE

Die Gefahrgutklassen 1-9 sind nicht alle Bestandteil der ADR-Bescheinigung.

Klasse 1: Explosive Stoffe und Gegenstände
Klasse 2: Gase
Klasse 3: brennbare Flüssigkeiten
Klasse 4: entzündbare feste Stoffe (4.1) / selbsterhitzende Stoffe (4.2) / Stoffe die in Verbindung mit Wasser gefährliche Gase bilden (4.3)
Klasse 5: entzündend, oxidierend wirkende Stoffe (5.1) / organische Peroxide (5.2)
Klasse 6: giftige Stoffe (6.1) / ansteckungsgefährliche Stoffe (6.2)
Klasse 7: Radioaktive Stoffe
Klasse 8: ätzende Stoffe
Klasse 9: verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände, die nicht in eine der vorherigen Klassen passen

GEFAHRGUTRECHT

Das Gefahrgutrecht umfasst weltweit alle internationalen und nationalen Regelungen des Verkehrsrechts für die gesamte Beförderung und transportbedingter Zwischenlagerung von Gefahrgut und bildet damit die Grundlage für nationale Gesetze, Verordnungen und zwischenstaatliche Abkommen.

GEFAHRGUTUNFALL

Gefahrgutunfall, auch als Gefahrstoffunfall bezeichnet, nennt man jegliche Art von Schadensereignis, bei dem Produkte (das Gefahrgut) aus Industrie und dergleichen ungewollt und in solchen Mengen bzw. unter solchen Umständen in die Umwelt gelangen, welche schädlich für Menschen, Tiere, Umwelt oder Sachwerte sind oder sein können (Schadensfall). Als bekanntes Beispiel ist etwa die Freisetzung von Benzin nach einem Tanklastzugunfall zu nennen.
Die meisten Chemieunfälle sind Gefahrgutunfälle, da viele Chemikalien unter die Gefahrgutverordnung fallen.

GEFAHRGUTVERORDNUNG

Gefahrgutverordnungen regeln in Deutschland den nationalen und internationalen Transport von Gefahrgut auf Straße, Schiene, Binnengewässern, in der Luft und zur See. Als Grundlage dient das nationale und internationale Gefahrgutrecht.

GEFAHRSTOFFE

Gefahrstoffe sind chemische Stoffe oder Zubereitungen (Stoffgemische), die in der EU harmonisiert nach ihrem Gefährdungspotential eingestuft wurden. Die Gefährlichkeit eines Stoffes oder einer Zubereitung wird durch Gefahrensymbole (auch Gefahrenkennzeichen genannt) sowie durch Risiko- und Sicherheitssätze angegeben.

Als zusätzliches Gefährdungspotential gilt die Einstufung als CMR-Stoff (cancerogen, mutagen, reproduktionstoxisch, in Deutschland entsprechend Gefahrstoffverordnung auch "KMR").
Wenn Gefahrstoffe transportiert werden, spricht man von Gefahrgut - die beiden Begriffe Gefahrstoff und Gefahrgut sind nicht identisch: Die Gefahrstoffkennzeichnung soll über Gefahren beim Umgang mit den Stoffen (insbesondere bei deren Herstellung, Weiterverarbeitung und Verwendung) informieren, die Gefahrgutkennzeichnung ist auf die Transportgefahren abgestellt (z. B. mit Informationen für die Feuerwehr). So unterliegen auch nicht alle Stoffe jeweils beiden Bestimmungen. Darüber hinaus umfasst der Begriff Gefahrgut neben Substanzen auch ganze Produkte (wie Munition, Geräte, Bauteile und ähnliches).
Im Fall eines Unfalles mit einem Gefahrstoff spricht man auch oft von einem Schadstoff, dessen Freisetzung oder unkontrollierte Reaktion zu einem Gefahrgutunfall geführt hat.

GEFAHRSTOFFKENNZEICHNUNG

Die Gefahrstoffkennzeichnung ist in Deutschland nach der Gefahrstoffverordnung geregelt. Diese besagt, dass Gefahrstoffe mit Namen, Gefahrensymbol und -namen sowie Risiko- und Sicherheitssätzen gekennzeichnet sein müssen. Eine eindeutige Zuordnung der Gefahren ist nur über die R-Sätze möglich. Gefahrensymbole alleine stellen die Gefahren nur unvollständig dar.
Die Gefahrstoffkennzeichnung vieler Substanzen war bis 30. November 2010 innerhalb der Europäischen Union im Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG vorgeschrieben und wird vom European Chemicals Bureau (ECB) standardisiert und kontrolliert. Substanzen und Zubereitungen, die nicht im Anhang I gelistet sind, wurden nach Anhang VI dieser Richtlinie eingestuft und gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung lag in der Verantwortung des Herstellers bzw. des Händlers, der eine Substanz an Dritte abgibt (Inverkehrbringen). Dies konnte dazu führen, dass unterschiedliche Hersteller eine gleiche Substanz verschieden einstuften.
Um dieses Problem zu lösen und weltweit einheitliche Kennzeichnungen zu schaffen, wurde das Global Harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien eingeführt, das neue Symbole verwendet. An die Stelle der bisherigen R- und S-Sätze treten sogenannte H- und P-Sätze. Für Stoffe gilt die neue Regelung seit dem 1. Dezember 2010, für Gemische ab dem 1. Juni 2015. Es gibt eine Übergangsfrist von zwei Jahren, diese gilt jedoch nur für den Abverkauf von Lagerbeständen. Die chemische Industrie macht indessen geltend, dass – vor allem durch das gleichzeitige Inkrafttreten der REACH-Verordnung – der Termin nicht einzuhalten gewesen sei, sodass zurzeit noch ein großer Prozentsatz der chemischen Produkte nach der alten Regelung gekennzeichnet wird. Die entsprechenden Interessenverbände bemühen sich um eine offizielle Duldung für dieses Vorgehen und streben als neuen Termin Ende 2011 an

GEFAHRSTOFFRECHT

Im weitesten Sinne versteht man unter Gefahrstoffrecht die Gesamtheit aller Regelungen, die dem Schutz von Mensch und Umwelt vor gefährlichen Stoffen dienen sollen.
Man unterscheidet das allgemeine Gefahrstoffrecht (Chemikaliengesetze i. e. S. und seinen Verordnungen) und das spezielle Gefahrstoffrecht, das unter anderem das Pflanzenschutzrecht, das Düngemittelrecht, das Futtermittelrecht, das Lebensmittelrecht, das Arzneimittelrecht und das Tierseuchenrecht umfasst.

GENERAL CORE

Das "Core" ist wie der Motor eines Autos, ohne ihn geht nichts! Das "Core" im DGOffice.net ist das Herzstück des Programms und daher bei jedem System-Setup notwendig. Das "Core" enthält alle Programmteile zur Einrichtung und Beeinflussung der Nutzung des DGOffice.net.
Diese Programmteile sind:
Informationen über Gefahrgüter
Enthält Datenbank der Stoffe und Vorschriften
Verwaltung eigener Kunden
Diese Datenbank enthält alle Angaben zu Versendern, Empfängern und Transport-unternehmen. Diese Angaben können nur von Nutzern mit Ihrer Firmen-ID eingesehen und bearbeitet werden.
Verwaltung eigener Nutzer
Registrierung und Pflege aller Nutzer, Nutzer-IDs, Passwörter, Module und Funk¬tionen zu Ihrer Firmen-ID
Bestellsystem und Lizenzverlängerung
Der Ort im System, an dem Sie die Kontrolle über Ihre bestellten Module, zusätzliche Nutzer und Lizenzverlängerungen haben. Hier können Sie auch neue Module bestellen und aktivieren.
Verwaltung des eigenen Unternehmens und Informationsstelle
In diesem Teil wird die Firmen-ID geführt. Auch Ihr Support-Mitarbeiter kann über diesen Teil ausgewählt werden.

GGVD

Gefahrgutverein Deutschland e.V.
Im GGVD stehen Solidarität, Kommunikation und Information im Vordergrund um Differenzen und Probleme zu beseitigen und gemeinsam etwas zu bewegen. Profitieren von den Vorteilen einer Interessengemeinschaft im Bereich Gefahrgut!

GHS

Das Global harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS, Globally Harmonized System of Classification, Labelling and Packaging of Chemicals) der Vereinten Nationen ist ein weltweit einheitliches System zur Einstufung von Chemikalien sowie deren Kennzeichnung auf Verpackungen und in Sicherheitsdatenblättern.
Das Europäische Parlament und der Rat haben beschlossen, das GHS in Europa ab 1. Dezember 2010 für Stoffe und ab 1. Juni 2015 für Zubereitungen umzusetzen (Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates, GHS-Verordnung)

GIFTIGE GEFAHRSTOFFE

Während allgemein giftige Schadstoffe als umweltgefährlich (N) eingestuft werden, werden Stoffe nach der Wirkung auf den Menschen als Gefahrstoff in sehr giftig (T+), giftig (T) sowie gesundheitsschädlich (Xn) (veraltet „mindergiftig“) eingestuft.

nach obenBegriffe H

H- UND P-SÄTZE

Die H- und P-Sätze und die ergänzenden EUH-Sätze sind knappe Sicherheitshinweise für Gefahrstoffe, die im Rahmen des global harmonisierten Systems zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) verwendet werden.

HAUPTGEFAHR

Gefahrgut wird in Klassifizierungsklassen ( Gefahrzettel ) unterschieden, wie z.B. Hauptgefahr. Die Gefahrzettel sind auf der Spitze stehende Quadrate, die mittels Piktogrammen, dem Gefahrensymbol, und einem speziellen Nummerncode, den Gefahrgutklassen, über die Art der Gefahr Auskunft geben. Es gibt sie in den Größen 10 x 10 cm (Gefahrzettel, label) für Packstücke und 25 x 25 cm sowie 30 x 30 cm (Großzettel, placard) für LKW, Tank-LKW, Aufsetztanks oder Container.

HAZCHEM-CODE

Der HazChem Code stammt aus dem englischen Raum (Hazardous Chemicals, deutsch Gefährliche Chemikalien). Er beschreibt in kurzer Form die von der Feuerwehr durchzuführenden Notfall- und Schutzmaßnahmen bei einem Schadenfall mit gefährlichen Chemikalien.
In Deutschland ist der HazChem Code wie auch der Gefahrendiamant in der Regel nicht an der Ladung oder dem Transportfahrzeug zu finden, sondern in der entsprechenden Literatur oder in EDV-Datenbanken der Leitstelle.
Der Vorteil dieses Codes besteht darin, dass nicht, wie bei der Kemler-Zahl, nur die Gefahren einzeln aufgeschlüsselt sind. Stattdessen sind klare Anweisungen zum Löschmittel, zur Schutzkleidung und zum Vorgehen vorgegeben.

HÖCHSTE BRUTTOMASSE

für alle Arten von IBC außer für flexible IBC: die Summe aus Masse des IBC und der gesamten Bedienungsausrüstung oder baulichen Ausrüstung und höchstzulässiger Nettomasse;
Bei Tanks: die Summe aus Eigenmasse des Tanks und höchster für die Beförderung zugelassener Ladung.

HÖCHSTE NETTOMASSE

Ist die höchste Nettomasse des Inhalts einer einzelnen Verpackung oder die höchste Summe der Massen der Innenverpackungen und ihrem Inhalt, ausgedrückt in Kilogramm.

HOCHTENTZÜNDLICHE STOFFE

Stoffe, die folgende Eigenschaften aufweisen, werden nach EG-Richtlinie RL 67/548/EWG als hochentzündlich eingestuft:

Brennbare Flüssigkeiten, die einen sehr niedrigen Flammpunkt (unter 0 °C) und einen niedrigen Siedepunkt (unter 35 °C) haben.
Gase, die bei Raumtemperatur und normalem Luftdruck in Mischung mit Luft einen Explosionsbereich haben.

HUB

Unter einem (Luftfahrt-)Drehkreuz, auch (Air-)Hub (engl. air für Luft; hub für Nabe, Dreh- und Angelpunkt, Schnittstelle) genannt, versteht man in der Luftverkehrswirtschaft im Unterschied zu dem umfassenderen Begriff Verkehrsknotenpunkt einen „Umsteigeflughafen“ einer Fluggesellschaft oder mehrerer kooperierender Fluggesellschaften, einer Allianz, zum Umstieg zwischen Kurz-, Mittel- und Langstreckenflügen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Fachbegriff Drehkreuz oft gleichbedeutend mit dem allgemeinen Begriff Verkehrsknotenpunkt oder Drehscheibe (z. B. „Drehscheibe Frankfurt“) benutzt. Viele stellen sich darunter einen oder mehrere große (Satelliten-)Terminals mit etlichen Fluggastbrücken vor. Das trifft zwar auf viele Luftverkehrsknotenpunkte zu, ist aber nicht zwingend notwendig, um von einem Drehkreuz im fachlichen Sinne sprechen zu können.

nach obenBegriffe I

IATA

Die International Air Transport Association (engl. für Internationale Flug-Transport-Vereinigung, IATA), wurde als Dachverband der Fluggesellschaften im April 1945 in Havanna auf Kuba gegründet. Sie ist die Nachfolgeorganisation der am 28. August 1919 in Den Haag gegründeten International Air Traffic Association. Ihr Sitz ist in Montreal in Kanada. Das Ziel der IATA ist, die Luftfahrtindustrie zu "repräsentieren und ihr zu dienen“. Der Branchenverband möchte das Verständnis für die Belange der Luftfahrtindustrie fördern und das "Bewusstsein für die Vorzüge“ schärfen, die die Luftfahrt der globalen Wirtschaft bringen. Weiteres Ziel ist die Förderung des sicheren, planmäßigen und wirtschaftlichen Transportes von Menschen und Gütern in der Luft, sowie die Förderung der Zusammenarbeit aller an internationalen Lufttransportdiensten beteiligten Unternehmen.
Ihr gehören heute weltweit ungefähr 230 Fluggesellschaften an, die rund 94 % aller internationalen Flüge durchführen.
Mitglieder der IATA sind große oder nationale Luftfahrgesellschaften, die internationale und interkontinentale Flüge durchführen. Aber auch Flughäfen, Flugbehörden, Reisebüros, Zulieferbetriebe, Bodenabfertigungsunternehmen und Unternehmen aus der Industrie gehören dazu. Billigflug-, reine Charterfluggesellschaften sowie Gesellschaften, die nur Inlandsflüge durchführen, sind häufig nicht Mitglieder der IATA.

In Deutschland hat die IATA ihren Sitz in Frankfurt am Main.

IATA-CODES

IATA-Codes sorgen für die Identifizierbarkeit von Flughäfen, Fluggesellschaften und Flugzeugtypen. IATA Codes für Flughäfen sind dreistellig, für Fluggesellschaften zweistellig. Es gibt "kontrollierte Duplikate“ und Codes können mit zeitlicher Differenz auch an mehrere Gesellschaften vergeben worden sein, daher lassen IATA Codes keine eindeutige Zuordnung zu, ein Manko, das die Verwendung der um jeweils eine Stelle erweiterten ICAO-Codes in Diskussion bringt.

Außerdem werden Sicherheitsstandards definiert und auch kontrolliert, die für alle Mitglieder bindend sind. Die IATA bietet aber auch Unterstützung für Startup-Airlines, Behörden, Flughäfen usw. an. Die IATA finanziert sich nicht nur über Mitgliederbeiträge (mind. 15.000 Dollar pro Jahr), sondern auch über den Verkauf von Dienstleistungen, Handbüchern, Statistiken und anderer elektronischer Dokumente.

IATA-DGR

Dangerous Goods Regulations (DGR) ist ein Regelwerk für den Transport von Gefahrgut im Luftverkehr der IATA.

Die DGR-Bestimmungen sehen vor, dass eine bestimmte Nettomenge pro Versandstück nicht überschritten wird. Außerdem muss die Verpackung der Güter nach besonderen Richtlinien vorgenommen werden. Güter müssen in Frachtbriefen und sonstigen Versanddokumenten entsprechend deklariert werden. Zudem müssen Versandstücke mit besonderen Gefahrzetteln oder Markierungen gekennzeichnet werden. Der Absender muss eine Versendererklärung ausfüllen. Zur Codierung hilft die PAX-Nummer.

Die Dangerous Goods Regulations übernehmen die von der ICAO herausgegebenen Technical Instructions (ICAO-TI). Daneben haben alle IATA-Mitgliedsairlines die Möglichkeit, spezielle Bestimmungen (i. d. R. Verschärfungen der geltenden Bestimmungen] und Bedingungen festzulegen.

IBC-CODE

Der International Code for the Construction and Equipment of Ships carrying Dangerous Chemicals in Bulk (IBC-Code) ist eine internationale Sicherheitsvorschrift für die Beförderung gefährlicher Chemikalien und gesundheitsschädlicher Flüssigkeiten als Massengut in der Seeschifffahrt.
Der IBC-Code ist (als Kapitel VII Teil B) Bestandteil der SOLAS-Konvention der IMO.
Die aktuelle Fassung des Codes entspricht der Entschließung MSC.176(79) von 2007.
Durch die Bezugnahme auf den IBC-Code im deutschen Gefahrgutrecht für die Seeschifffahrt (z.B. in der Gefahrgutverordnung See oder in der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung) ist der IBC-Code als nationales Recht anerkannt.

ICAO-TI

International Civil Aviation Organization-Technical Instructions (Technische Anweisungen für die Beförderung gefährlicher Güter im Luftverkehr der internationalen zivilen Luftfahrtorganisation).

ICH

Das IATA Clearing House (ICH) mit Sitz in Genf ist die Abrechnungszentrale der IATA-Luftverkehrsgesellschaften. Ausgangs- und Eingangsrechnungen jeder Gesellschaft werden hier saldiert. Die Basis für die Verrechnungen sind die Interline-Abkommen zwischen den Fluggesellschaften. Somit muss eine Airline nur noch mit dem Clearing-House und nicht mehr mit den anderen Airlines verrechnen. Das ICH verrechnet seinerseits mit dem jeweiligen Airline Clearing House (ACH).

IMGD-CODE

Der IMDG-Code (International Maritime Code for Dangerous Goods) ist die Gefahrgutkennzeichnung für gefährliche Güter im Seeschiffsverkehr. Er ist eine Ausarbeitung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO, International Maritime Organization der Vereinten Nationen). Er ergänzt die Bestimmungen des Internationalen Übereinkommens von 1974 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS), insbesondere dessen Kapitel VII.
Der IMDG-Code ist weitgehend identisch mit der Kennzeichnung nach ADR/RID für Straße und Schiene: Es verwendet die Gefahrgutklassen, und die UN-Nummern:

IMO

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (engl.: International Maritime Organization, IMO; franz.: Organisation maritime internationale) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN) mit Sitz in London. Ihre Gründung wurde schon 1948 beschlossen, die mehrfach geänderte Satzung trat jedoch erst 1958 in Kraft, am 13. Januar 1959 nahm sie ihre Tätigkeit auf. Bis 1982 führte sie die Bezeichnung Zwischenstaatliche Beratende Seeschiffahrts-Organisation (engl.: Inter-Governmental Maritime Consultative Organization, IMCO). Ihr gehören 169 Staaten als Vollmitglieder an (2010), sowie als assoziierte Mitglieder die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao der VR China sowie die staatsrechtlich zu Dänemark gehörigen Färöer.

IMO-ERKLÄRUNG

Beförderungspapier für den Transport gefährlicher Güter auf See (IMO-Declaration). Die IMO-Erklärung ist nur noch inhaltlich vorgeschrieben, Die IMO-Erklärung muß die Pflichtangaben gemäß Teil 5.4 IMDG-Code enthalten, das Packzertifikat und unterschrieben sein. Der Unterzeichner muß namentlich und mit Position/ Firmenzugehörigkeit angegeben sein und ist für den Inhalt verantwortlich.

INNENVERPACKUNG

Verpackung, für deren Beförderung eine Außenverpackung erforderlich ist.

ISO

Die Internationale Organisation für Normung – kurz ISO "International Organization for Standardization", ist die internationale Vereinigung von Normungsorganisationen und erarbeitet internationale Normen in allen Bereichen mit Ausnahme der Elektrik und der Elektronik, für die die Internationale elektrotechnische Kommission (IEC) zuständig ist, und mit Ausnahme der Telekommunikation, für die die Internationale Fernmeldeunion (ITU) zuständig ist. Gemeinsam bilden diese drei Organisationen die WSC (World Standards Cooperation).

ISPS-CODE

Der International Ship and Port Facility Security Code (ISPS-Code) besteht aus einem umfangreichen Paket von Maßnahmen zur Gefahrenabwehr bei Schiffen und Häfen. Damit dient der ISPS-Code der Sicherheit in der Lieferkette. Diese Vereinbarung wurde am 12. Dezember 2002 unter der Federführung der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) getroffen und als Ergänzung des Internationalen Übereinkommens von 1974 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS-Übereinkommen) implementiert. Auslöser für die Schaffung des Regelwerks waren u.a. die Terroranschläge am 11. September 2001 in New York. Seitdem müssen nahezu alle Schiffe, die einen Hafen anlaufen, zuvor explizit übermitteln, welche Ladung sie an Bord haben. Die Behörden des anlaufenden Hafens haben umfassende Kontrollrechte.

Des Weiteren wurde bestimmt, dass die Hafenanlagen - die bisher praktisch für jeden frei zugänglich waren - hermetisch abgeschottet werden. Ein Zugang ist jetzt nur noch für bestimmte Personenkreise möglich, diese müssen sich regulär ausweisen und bekommen dann für die Dauer ihres Aufenthalts in den Hafenanlagen eine Identifikationskarte ausgehändigt.

In der Europäischen Union wurde der ISPS-Code durch eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates am 31. März 2004 umgesetzt. Dabei wurden die Regelungen, die eigentlich nur für internationale Schiffe gelten sollten, auch auf den Schiffsverkehr innerhalb der Europäischen Union und seiner Mitgliedsstaaten ausgeweitet.

IUCLID-SOFTWARE

IUCLID (International Uniform ChemicaL Information Database) ist eine Software-Anwendung, die jedermann (vor allem Unternehmen der Chemieindustrie und Regierungsbehörden) zur Verfügung steht, um Daten über gewisse Eigenschaften (intrinsisch, gefahrenbezogen usw.) von chemischen Stoffen zu erfassen, speichern, pflegen und auszutauschen. IUCLID wird vom Europäischen Chemikalienbüro (ECB) innerhalb des Instituts für Gesundheit und Konsumentenschutz der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission entwickelt und gewartet. IUCLID ist kostenlos, und Version 5 (IUCLID 5) ist seit 13. Juni 2007 verfügbar.

IUCLID 5 ist das wesentlichste Werkzeug für die chemische Industrie, um ihren Datenmeldeverpflichtungen (z. B. bei der Registrierung von Stoffen) unter REACH, einer EU-Verordnung betreffend der Produktion und der Verwendung von chemischen Stoffen nachzukommen.

nach obenBegriffe J

JAA

Joint Aviation Authorities - Arbeitsgemeinschaft der europäischen Luftfahrtbehörden

nach obenBegriffe K

KLASSEN

Die Gefahrgutklasse (exakt Klassen gefährlicher Güter, englisch classes of dangerous goods, unpräzise auch hazard class, class of danger) ist die Einteilung von Gefahrgut je nach Gefährlichkeitsmerkmal für den Transport.Der Umgang mit Gefahrgut wurde von den Vereinten Nationen in den Model Regulations der UN Recommendations on the Transport of Dangerous Goods, die derzeit in der Revision 15 (2007) gültig sind, festgelegt. Dazu gehört auch der Aufbau der Gefahrgutklassen.

Die Einteilung erfolgt in 9 Klassen. Die weitere Unterteilung ist über einen Klassifizierungscode (hazard identification number) je nach Klasse genauer spezifiziert:

Die Klasse 1 ist in Unterklassen (division number, gibt den Gefährdungsgrad) und Verträglichkeitsgruppen (compatibility group, triff Aussagen über die Zusammenpackung) geteilt
Die Klassen 2 bis 9 über Codes über Gefahrengrad oder Stoffeigenschaften (subdivisions)

Daneben sind noch die Verpackungsgruppen zu beachten.
Eingegangen sind die Gefahrgutklassen in internationale Übereinkünfte wie die europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR), auf Binnenwasserstraßen (ADN, mit ADNR und ADN-D), die internationalen Regelungen zur Beförderung gefährlicher Güter im Schienenverkehr (RID) und for the Safety of Life at Sea (SOLAS) (dort als International Maritime Dangerous Goods Code, IMDG bezeichnet), und finden ähnlich auch im Straßentransportwesen der USA (Tunnelbeschränkungen seitens des US DOT) Verwendung.

KLASSIFIZIERUNGSCODES

Die Eigenschaften der einzelnen Stoffe bzw. Gegenstände der Klasse 3 sind in Klassifizierungscodes unterteilt, um ihre Eigenschaften anzuzeigen:

F-entzündbare flüssige Stoffe ohne Nebengefahr
F1-entzündbare flüssige Stoffe mit einem Flammpunkt von höchstens 60°C
F2-entzündbare flüssige Stoffe mit einem Flammpunkt über 60°C, die auf oder über ihren Flammpunkt erwärmt zur Beförderung aufgegeben oder befördert werden (erwärmte Stoffe)
FT-entzündbare flüssige Stoffe, giftig
FT1-entzündbare flüssige Stoffe, giftig
FT2-Mittel zur Schädlingsbekämpfung (Pestizide)
FC-entzündbare flüssige Stoffe, ätzend
FTC-entzündbare flüssige Stoffe, giftig und ätzend
D-desensibilisierte explosive flüssige Stoffe

Zusätzlich wird der Gefährlichkeitsgrad über die Verpackungsgruppe wiedergegeben:
VG I Stoffe mit hoher Gefahr und einem Siedebeginn unter 35°C
VG II Stoffe mit mittlerer Gefahr, einem Flammpunkt kleiner 23°C und einem Siedebeginn über 35°C
VG III Stoffe mit niedriger Gefahr, einem Flammpunkt zw. 23 bis 60°C sowie einem Siedebeginn über 35°C

KLV

Kombinierter Ladeverkehr

nach obenBegriffe L

LABEL

Gefahrzettel ( englisch )

LADEGUTSICHERUNG

Mit einer Ladegutsicherung wird eine Ladung auf einem Umschlagmittel wie z.B. Paletten, das eigentliche Ladegut gesichert.

LAGERKLASSE

Jedem gelagerten Gefahrstoff ist, unabhängig von seinen Gefahrenmerkmalen, eine Lagerklasse (LGK) zugeordnet. Die Definition der Lagerklassen entspricht dem „Konzept zur Zusammenlagerung von Chemikalien“ des Verband der Chemischen Industrie. Grundlage dieses Konzeptes sind Gesetze, Vorschriften und Technische Regeln der Bundesrepublik Deutschland. Inzwischen ist die diese Definition der Lagerklasse in die TRGS 510 - "Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern“ übernommen worden.

Es bedeuten:

1 - Explosive Stoffe
2A - Verdichtete, verflüssigte oder unter Druck gelöste Gase.
2B - Druckgaspackungen (Aerosoldosen)
3 - Entzündliche flüssige Stoffe. (Flammpunkt bis 55 Grad C).
4.1A - Entzündbare feste Stoffe. (2. SprengV: Lagergruppe I-III).
4.1B - Entzündbare feste Stoffe. (EG-Methode A 10).
4.2 - Selbstentzündliche Stoffe.
4.3 - Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündliche Gase bilden.
5.1A - Entzündend wirkende Stoffe. (TRGS 515 Gruppe 1).
5.1B - Entzündend wirkende Stoffe. (TRGS 515 Gruppe 2+3).
5.1C- Entzündend wirkende Produkte, die in den Gruppen A bis C der TRGS 511 genannt sind.
5.2 - Organische Peroxide.
6.1A - Brennbare giftige Stoffe
6.1B - Nicht brennbare giftige Stoffe
6.2 - Ansteckungsgefährliche Stoffe
7 - Radioaktive Stoffe.
8 A - Brennbare ätzende Stoffe
8 B - Nichtbrennbare ätzende Stoffe
10 - Brennbare Flüssigkeiten soweit nicht LGK 3A bzw. LGK 3B.
11 - Brennbare Feststoffe.
12 - Nicht brandgefährliche Flüssigkeiten in nicht brandgefährlicher Verpackung.
13 - Nicht brandgefährliche Feststoffe in nicht brandgefährlicher Verpackung.

Gefahrstoffe einer Lagerklasse dürfen in der Regel in einem Lagerabschnitt gelagert werden. Die Zusammenlagerung von Gefahrstoffen verschiedener Lagerklassen wird ausführlich durch eine Tabelle Separat- oder Zusammenlagerung im VCI-Konzept beschrieben. Flüssige und feste Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, die nicht die Kriterien der LGK 1 - 8 erfüllen, werden in dieser Datei mit LGK 10 - 13 gekennzeichnet. Auf eine weitere Differenzierung zwischen den Lagerklassen 10, 11, 12 und 13 wird in dieser Datei verzichtet da die Lagerklassen stoffbezogen angegeben werden. Die Brennbarkeit der Einheit Stoff/Verpackung kann deshalb nicht beurteilt werden. Gesetzliche Zusammenlagerungsbeschränkungen innerhalb der Lagerklassen 10 - 13 gibt es nicht. Bei der Zusammenlagerung von Artikeln der LGK 10 - 13 mit anderen Lagerklassen muss bei Anwendung der Tabelle Separat- oder Zusammenlagerung die Brandgefährlichkeit von Stoff und Verpackung berücksichtigt werden.

LEICHTENTZÜNDLICHE STOFFE

Die folgenden Stoffe werden nach EG-Richtlinie RL 67/548/EWG als leichtentzündlich eingestuft:

Stoffe, die sich bei Raumtemperatur an der Luft ohne Energiezufuhr erhitzen und schließlich entzünden können.
Feststoffe, die sich bei kurzzeitiger Einwirkung einer Zündquelle leicht entzünden und nach deren Entfernung weiterbrennen oder -glimmen können.
Flüssigkeiten, die einen niedrigen Flammpunkt haben (unter 21 °C).
Stoffe, die bei Berührung mit Wasser oder feuchter Luft hochentzündliche Gase entwickeln (mindestens 1 l/kg/h).

LITHIUM-IONEN-AKKU

Ein Lithium-Ionen-Akkumulator (auch Lithium-Ionen-Akku, Li-Ion-Akku, Li-Ionen-Sekundärbatterie, Lithium-Akkumulator oder kurz Li-Ion genannt) ist ein Akkumulator auf der Basis von Lithium. Der Li-Ionen-Akku zeichnet sich durch hohe Energiedichte aus. Er ist thermisch stabil und unterliegt keinem Memory-Effekt Weiterentwicklungen des Li-Ionen-Akkus sind der Lithium-Polymer-Akku, der Lithium-Titanat-Akku, die Super Charge Ion Battery, der Lithium-Luft-Akkumulator, der Lithium-Mangan-Akkumulator, der Lithium-Eisen-Phosphat-Akkumulator, der Lithium-Eisen-Mangan-Phosphat-Akkumulator, der Lithium-Eisen-Yttrium-Phosphat-Akkumulator und der Zinn-Schwefel-Lithium-Ionen-Akkumulator

LITHIUM-IONEN-AKKU-VERPACKUNGEN

ARS-Gefahrgutberatung in Frankfurt entwickelt gemeinsam mit namhaften Verpackungsherstellern und Kunden produktzugeschnittene Verpackungslösungen z.B. für Lithium - Akkus und – Batterien, die bekanntlich ein hohes Gefahrenpotential haben. Hierauf hat sich ARS spezialisiert und betreut Kunden wie z.B. die Fa. Li-Tec GmbH aus Kamenz eine Evonik-Tochter.

nach obenBegriffe M

MFAG

Medical First and Guide, Leitfaden für medizinische Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Unfällen mit gefährlichen Gütern

MULTILATERALE VEREINBARUNG

Vereinbarungen zwischen RID-/ADR-Staaten, mit denen Abweichungen von den Vorschriften von RID/ADR ermöglicht werden.

nach obenBegriffe N

Nachtflugverbot Frankfurt

Das Nachtflugverbot am Airport Frankfurt bestätigt!
Das bisher vorläufige Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen zwischen 23 Uhr und fünf Uhr früh gilt auch weiterhin und bleibt bis zu einer überarbeiteten Planfeststellung weiter verboten. So entschied das Bundesverwaltungericht Leipzig am 04.04.2012.

NOTOC

Dangerous Goods Notification to Captain

nach obenBegriffe P

PAX-ICAO-IATA

Weltweit gelten im Luftverkehr:
Dangerous Goods Regulations/Technical Instructions – Packing Instructions (IATA/ICAO–PAX).

Die Packing Instructions (PAX, Verpackungsrichtlinien) der Dangerous Goods Regulations (IATA DGR) bzw. der Technical Instructions (ICAO TI) geben die Bedingungen für die Verpackung an, sowie die erlaubten Mengen von Gefahrgut im Passagierflugzeug. Diese Richtlinie hat Gültigkeit im Einzugsgebiet der IATA und der ICAO. Die Stoffkennzeichnung erfolgt mit den PAX-Nummern.

PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNG

Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) muss bei gefährlichen Arbeiten und Tätigkeiten verwendet werden, um Verletzungen zu vermeiden oder zu minimieren, die durch andere Maßnahmen nicht verhindert werden können.
Neben den technischen (Gefahrvermeidung) und organisatorischen Maßnahmen (Gefahreinwirkung z. B. zeitlich begrenzen) zählen die persönlichen Maßnahmen (PSA und Unterweisung) zu den klassischen Maßnahmen des Arbeitsschutz und der Arbeitssicherheit.
Schutzausrüstungen finden Verwendung zum Beispiel in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst oder im Katastrophenschutz, in Fertigungsbetrieben (z. B. Chemie) oder in der Bauwirtschaft. Aber auch in der Freizeit oder beim Sport können sie unerlässliche Hilfsmittel darstellen (z. B. Kopfschutz, Rettungsweste oder Schutzbrille). Sie sollten/müssen den jeweiligen nationalen Normen und Gesetzen entsprechen

PROPER SHIPPING NAME

Richtige Versandbezeichnung für den Transport von Gefahrgut auch in dem Beförderungspapier.

nach obenBegriffe Q

QUALITÄTSSICHERUNG

RID und ADR setzt eine systematisches Programm zur Überwachung und Kontrolle der Einhaltung der Gefahrgut-Vorschriften voraus.

nach obenBegriffe R

REGLEMENTIERTER BEAUFTRAGTER

Der Begriff Reglementierter Beauftragte bedeutet im Rahmen der EU-Verordnung (EG) Nr. 300/2008 sowie des deutschen Luftsicherheitsgesetzes (LuftSiG) ein Status, den Luftfrachtunternehmen, Speditionen u.ä. beantragen können, um eine einfachere Abwicklung der Fracht am Flughafen zu erreichen.
Seit Anfang 2006 galt die EU-Verordnung 2320/2002, welche jedoch seit 2008 von der EU-Verordnung 300/2008 aufgehoben wurde. Im Weiteren gilt nach wie vor das nationale LuftSicherheitsG. Dieses sieht unter anderem vor, dass die Luftfahrtunternehmen (Airlines) die Fracht vor der Verladung in ein Flugzeug umfangreichen Sicherungsmaßnahmen (u. a. Röntgen, Simulationskammer, usw.) unterziehen müssen. Folgen dieser Maßnahmen sind u. a. Verzögerungen beim Abflug der Sendung und steigende Kosten für alle am Luftfrachttransport beteiligten Unternehmen.
Diese Sicherheitsmaßnahmen können durch den besonderen Status eines Unternehmens als Reglementierter Beauftragter bei der Abwicklung der Fracht am Flughafen übergangen werden.

RID

Das Reglement concernant le transport international ferroviaire de marchandises Dangereuses, deutsch Regelung zur internationalen Beförderung gefährlicher Güter im Schienenverkehr bzw. Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter (Schweiz), ist die Übereinkunft über Beförderung von Gefahrgut mit der Eisenbahn. Sie gilt europaweit und im angrenzenden asiatisch-afrikanischen Mittelmeerraum bis in den mittleren Osten. Erarbeitet wird es in der Organisation intergouvernementale pour les transports internationaux (OTIF).

nach obenBegriffe S

SCHRIFTLICHE WEISUNG

Unfallmerkblätter. Sie enthalten Hinweise für das Verhalten bei Unfällen oder Zwischenfällen, die sich während der Beförderung ereignen können, zum Beispiel zur Art der Gefahr, zu den erforderlichen ersten Maßnahmen und zur Ausrüstung, die für diese ersten Maßnahmen benötigt wird.

SENDUNG

Ein einzelnes Versandstück oder mehrere Versandstücke oder eine Ladung gefährlicher Güter, die ein Absender zur Beförderung aufgibt.

SI

Das Internationale Einheitensystem, abgekürzt SI (von französisch Système international d’unités), ist das auf dem internationalen Größensystem (ISQ) basierende Einheitensystem. Dieses 1960 eingeführte metrische Einheitensystem ist heute das weltweit am weitesten verbreitete Einheitensystem für physikalische Größen.
Regelwerke wie ADR, ADN, RID, IMDG-Code, IATA-DGR verweisen generell auf SI-Einheiten.

SICHERHEITSBERATER

Die Sicherheitsberaterrichtlinie (Richtlinie 96/35/EG des Rates über die Bestellung und die berufliche Befähigung von Sicherheitsberatern für die Beförderung gefährlicher Güter auf Straße, Schiene oder Binnenwasserstraßen) vom 3. Juni 1996 führte dazu, dass die deutsche Gefahrgutbeauftragtenverordnung mehrmals angepasst werden musste. Außerdem sind seit 2003 im Europäischen Übereinkommen über den Transport von gefährlichen Gütern auf der Straße (ADR) für alle Vertragsstaaten unter Kapitel 1.8 die Vorschriften für den Sicherheitsberater aufgeführt, so dass auch darüber die Bestellung eines Gefahrgutbeauftragten gilt.

SICHERHEITSDATENBLATT

Sicherheitsdatenblätter (SDB) oder Material Safety Data Sheets (MSDS) sind Sicherheitshinweise für den Umgang mit gefährlichen Substanzen. In Ländern der europäischen Union sowie in vielen weiteren Ländern müssen solche Datenblätter vom Inverkehrbringer, Einführer und Hersteller von Gefahrstoffen und von Zubereitungen, die diese Gefahrstoffe über bestimmte Mengengrenzen hinaus enthalten, zur Verfügung gestellt werden.
In der Regel werden aber für alle chemischen und biologischen Produkte Sicherheitsdatenblätter erstellt, um den Abnehmer der Produkte auch über eine etwaige Ungefährlichkeit zu informieren.
Über die Gefahrstoffverordnung und die darin enthaltenen Verweise auf EG-Richtlinien wird der Inhalt festgelegt, es folgen die Kapitelüberschriften, deren Reihenfolge zwar nicht festgelegt ist, in den SDB aber in der Regel der Empfehlung folgt.

SICHERUNGSMITTEL

Zur Ladungssicherung können folgende unterschiedliche Zurr- und Hilfsmittel eingesetzt werden: Paletten, Zurrgurte, Zurrdrahtseile, Zurrketten, rutschhemmende Matten, Antirutschhölzer, Keile, Kantenschutz, Ladungssicherungsnetze, Ankerschienen in Verbindung mit Lade- und Sperrbalken, Zurrpunkte, Staupolster oder Stauholz.

In Deutschland zur Ladungssicherung verwendete Zurrgurte müssen gekennzeichnet sein, und zwar sowohl am Losende (dem Gurt selbst), als auch am Festende (Gurt mit Spannelement/Ratsche). In der Regel findet eine solche Kennzeichnung mittels eines Aufnähers oder eingenähten Labels statt, auf welchem die Daten des Gurtes aufgedruckt sind. Hier sind die Angaben zu SHF (Standard Hand Force = normale Handkraft), STF (Standard Tension Force = normale Vorspannkraft), sowie LC (Lashing Capacity = aufnehmbare Kraft) zu finden, auch der Hersteller, das Herstellungsjahr, das verwendete Material und einige weitere Daten. Die Farbe des Labels gibt dabei auch Auskunft über das Material, aus dem der Zurrgurt gefertigt ist. Blau steht für Polyester (PES), Braun für Polypropylen (PP), Grün für Polyamid (PA) und Weiß für sonstige Materialien.[4] Die darauf gedruckten Werte dienen auch den Verkehrsbehörden wie auch Zoll und BAG bei Kontrollen zur Errechnung der erreichten Reibungskräfte.

Man spricht bei Zurrmitteln von Ablegereife, wenn diese nicht mehr verwendet werden dürfen. Dies ist der Fall, wenn die Kennzeichnung fehlt oder unleserlich ist, der Gurt Garnbrüche oder Schnitte aufweist, der Gurt geknotet ist, tragende Nähte beschädigt sind oder der Gurt durch Einwirkung aggressiver Stoffe unbrauchbar ist. Auch bei einer Verformung an den Spann- oder Verbindungselementen ist der Zurrgurt ablegereif und muss ersetzt werden. Da Zurrgurte aufgrund der Materialbeschaffenheit zu einem gewissen Grad dehnbar sind, kann es bei längeren Fahrten notwendig sein, die Gurte unterwegs nachzuspannen.

Im Schwerlastbereich werden insbesondere bei stehender Ladung häufig Zurrketten statt Zurrgurte eingesetzt, nicht zurrbare Ladung muss in vier formschlüssig angeordneten Europalleten eingefüllt werden.

nach obenBegriffe T

TIR

Transports Internationaux Routiers (TIR, deutsch: Internationaler Straßen-Transport) ist ein zollrechtliches Versandverfahren zur vorübergehenden Einfuhr bzw. dem Transit von Waren. Das dazugehörende Zolldokument ist immer ein Carnet TIR.
Die Abkürzung wird auf Schildern an Lastkraftwagen angebracht, die Waren im TIR-Verfahren transportieren. Die Frachträume der Fahrzeuge werden verplombt. Somit ist unterwegs keine Öffnung möglich, ohne dass dies bei einer Kontrolle auffallen würde. Durch dieses Carnet wird der Verwaltungsaufwand bei Zollkontrollen minimiert, da nur das Start- und Zielland von der Verzollung betroffen sind. Somit wird die Abwicklung von Transitverkehr wesentlich erleichtert.

TRANSPORT AIR - NOTOC

Transport Air:
Der Lufttransport von Gefahrgütern unterliegt zahlreichen Vorschriften und Regelungen. Die Nichteinhaltung solcher Vorschriften und Regelungen führt zu langen Verzögerungen und kann hohe Strafen bedeuten! DGOffice.net bringt diese Vorschriften und Regelungen in einem Modul zusammen, damit Sie die Güter auf dem richtigen Weg und zusammen, mit der korrekten und vorschriftsmäßigen Dokumentation transportieren können.
Transport NOTOC:
DGOffice.net erzeugt für Sie die korrekte Mitteilung an den zuständigen Piloten, dieser muss sobald sich Gefahrgut an Bord befindet, eine Liste über alle Transportgüter die sich im Flugzeug befinden zur Verfügung haben. Dokumente die mit unserem NOTOC-Modul erstellt wurden, werden in der Regel bereits vom Bodenpersonal geprüft, bearbeitet und kontrolliert.
Mit Hilfe des DGMwizard und der " Import-Funktion " für komplette Versendererklärungen ( Shipper's declarations ), die mit DGOffice.net oder unseren sonstigen Software-Produkten erstellt wurden, ist das in wenigen Minuten erledigt!
DGOffice.net trägt die richtigen Versandbezeichnungen ( Proper shipping names ) und sonstigen Angaben für Sie ein. Sie sparen dadurch nicht nur Zeit, sondern können auch jederzeit sicher sein, dass die richtigen Angaben eingetragen wurden.

TRANSPORT DGMCARD

DGMcard - Notfallkarten:
Für den Transport von Gefahrgütern auf der Straße ist eine entsprechende Dokumentation erforderlich. Die "schriftlichen Anweisungen" an den Fahrer, auch bekannt als " Notfallkarten " ( Transport Emergency Cards ), enthalten Informationen, die im Fall von Pannen und Unfällen benötigt werden und daher immer auf dem neuesten Stand und exakt sein müssen.
DGMcard bietet Ihnen ein im Software-Programm die Möglichkeit Notfallkarten in mindestens 32 Sprachen ( d.h. für 42 Länder ) zu erzeugen!
Die Karten können bearbeitet, und mithilfe einer umfangreichen mehrsprachigen Dokumenten-Datenbank eigenen Karten erstellen.

TRANSPORT RAIL SEA

Transport Road - Rail:
DGOffice.net hilft einen sicheren und zuverlässigen Transport von Gefahrgütern sicherzustellen.
Die Software ist ein hocheffizientes und exaktes Tool, das den Transport und Versand plant und ein optimales Werkzeug, Mischladungen und die Berechnung der zulässigen Gesamt-Transportmasse zu optimieren.
DGOffice.net enthält umfassende Informationen zu ADR- und RID-Vorschriften im Landtransport. Es erstellt auch die gesamte Dokumentation, die für den Transport von Gefahrgütern benötigt werden.
Transport Sea:
Der Seetransport von Gefahrgut muss dem internationalen Code für die Beförderung gefährlicher Güter auf Seeschiffen, dem IMDG-Code, entsprechen.
Dieses Regelwerk besteht aus zwei Bänden und einer Ergänzung. DGOffice.net enthält einen großen Auszug aus beiden Teilen und der Ergänzung.
Diese Informationen können per UN-Nummer angezeigt und auf einem so genannten Informationsblatt über die Vorschriften ( Regulatory Information Sheet ) ausgedruckt werden. Die Liste der Gefahrgüter ist vollständig enthalten und wird zur Auswahl der Stoffe verwendet, die transportieren werden müssen. Einfach durch hinzufügen der Güterliste und der Mengen an, fertig ist das Dokument.

TUNNELBESCHRÄNKUNGSCODE

Nach einigen Unglücken mit Gefahrguttransporten in Tunnels wurde der Tunnelbeschränkungscode im ADR eingeführt. Dieser soll regeln, welche Gefahrengüter einen Tunnel passieren dürfen.
Der Tunnelbeschränkungscode ist seit Veröffentlichung der ADR 2007 Bestandteil dieser. Zusätzlich wird in der ADR jedem Stoff ein Tunnelbeschränkungscode zugeordnet.
Da es in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Unfällen in Tunneln (z. B. im Tauerntunnel) kam, werden Tunnel in insgesamt fünf Kategorien (A-E) aufgeteilt und durch das Verbotszeichen 261 der StVO beschränkt.

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UN-NUMMER

Die UN-Nummer, auch Stoffnummer genannt, ist eine Kennnummer, die für alle gefährlichen Stoffe und Güter (Gefahrgut) festgelegt wird. Sie ist die untere Nummer auf den auf allen Gefahrguttransporten angebrachten orangefarbigen Warntafeln (Gefahrentafeln) und beschreibt die Zusammensetzung (Art) des Transportgutes.

UN-RECOMMENDATIONS ON THE TRANSPORT OF DANGEROUS GOODS

Internationale Grundlage des Gefahrgutrechts sind die von den Vereinten Nationen herausgegeben Model Regulations der UN Recommendations on the Transport of Dangerous Goods, die derzeit in der Revision 15 (2007) gültig sind. Auf ihnen basieren die meisten internationalen Abkommen.

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WARNTAFEL

Für die Tafeln ist vom ADR eine Größe von 40 mal 30 cm und ggf. 30 mal 12 cm vorgeschrieben. Sie müssen so ausgeführt sein, dass die Nummern auch nach einer Brandeinwirkung von 15 Minuten noch lesbar sind. Wurden die gefährlichen Stoffe entladen, so sind die orangefarbenen (neutralen) Tafeln zu entfernen bzw mit einer brandhemmenden (15 min) Abdeckung zu versehen. Bei Tankfahrzeugen darf die orangefarbene Kennzeichnung erst entfernt werden, nachdem die Tanks gereinigt und entgast wurden. Nach RID ist die Kennzeichnung von Waggons eigens geregelt. Nur bei der Rollenden Landstraße gelten auch im Bahnbereich die ADR-Regelungen.
Die UN Regulations empfehlen, die UN-Nummer entweder im Gefahrzettel oberhalb der Klassennummer, oder auf einen gesonderten orangen Feld anzugeben.

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ZUSAMMENGESETZTE VERPACKUNG

Für die Beförderung zusammengesetzte Verpackung, bestehend aus einer oder mehreren Innenverpackungen, die nach Unterabschnitt 4.1.3.1 in eine Außenverpackung eingesetzt sein müssen.