Gefahrgut - Glossar

Alles wissenswertes über das Thema Gefahrgut!


Als Gefahrgut bezeichnet man Stoffe, Zubereitungen (Gemische, Gemenge, Lösungen) und Gegenstände, welche Stoffe enthalten, von denen aufgrund ihrer Natur, ihrer physikalischen oder chemischen Eigenschaften oder ihres Zustandes beim Transport bestimmte Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere für die Allgemeinheit, wichtige Gemeingüter, Leben und Gesundheit von Menschen, Tieren und anderen Sachen ausgehen können und die aufgrund von Rechtsvorschriften als gefährliche Güter einzustufen sind. Bezettelung ist die Kennzeichnung eines Gefahrguttransports mit einer Gefahrentafel (orangefarbene Warntafel, rechteckig, am Transportfahrzeug) und Zetteln und Großzetteln (Placards, Rauten, am Packstück respektive am Fahrzeug). Diese geben Hinweise über die Zusammensetzung des Transportgutes bzw. der davon ausgehenden Gefahren und dienen damit dem schnellen Festlegen von Maßnahmen im Falle eines Gefahrgutunfalls. ( Quelle: Wikipedia )

Mit unserem sehr informativen Glossar ( fachsprachliches und technisches Wörterbuch ) möchten wir Ihnen den richtigen Gebrauch dieser Fachausdrücke und deren eindeutiges Verständnis näher bringen!

Suchbegriff: Gefahrgut

ABSENDER

Gefahrgutrechtlich das Unternehmen, das selbst oder für einen Dritten gefährliche Güter versendet. Erfolgt die Beförderung aufgrund eines Beförderungsvertrages, gilt als Absender gemäß diesem Vertrag derjenige, der mit dem Beförderer einen Beförderungsvertrag abschließt; also der Hersteller eines gefährlichen Gutes (Produktionsbetrieb) oder ein Händler (Vertreiber eines gefährlichen Gutes), der mit einem Dritten den Beförderungsvertrag abschließt (z.B. einem Transportunternehmer), der damit zum Frachtführer wird. Beauftragen Hersteller oder Händler einen Dritten, die Beförderung zu besorgen, also nicht selbst durchzuführen, werden sie zum Auftraggeber des Absenders. Die vorstehenden Ausführungen gelten dann entsprechend. Im Beförderungspapier(-dokument) ist beim Transport gefährlicher Güter die Anschrift anzugeben. Im Seeschiffs- und Luftverkehr mit gefährlichen Gütern wird der Begriff Versender verwendet.

ADN

ADN steht für:
Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par voie de navigation intérieure, europäische, multilaterale Übereinkunft des Transports gefährlicher Güter auf dem Wasserweg betreffend; siehe Gefahrgutverordnung.

ADR

Das Europäische Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (Abkürzung ADR, von Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route) enthält besondere Vorschriften für den Straßenverkehr hinsichtlich Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrgut.

ADR-BESCHEINIGUNG

Der Gefahrgutführerschein, auch ADR-Bescheinigung genannt, ist eine Erlaubnis zum Befördern von Gefahrgut und kann wie folgt erworben werden:

Bei ausgewählten Schulungsveranstaltern durch Teilnahme an einem Lehrgang. Durch die Teilnahme an diesem Basiskurs (3 Tage) und der anschließenden Prüfung wird bei Bestehen eine Bescheinigung mit fünfjähriger Gültigkeit ausgestellt. Die Prüfung umfasst 30 Fragen, 5 Fragen dürfen maximal falsch beantwortet werden. Um die Bescheinigung zu verlängern, muss innerhalb des letzten Gültigkeitsjahres eine Fortbildungsschulung (1 1/2 Tage) besucht, und die anschließende IHK-Prüfung bestanden werden. In Deutschland werden diese Prüfungen von der zuständigen Deutschen Industrie- und Handelskammer (IHK) abgenommen.

ADR-FUNKTIONEN

Das ADR regelt unter anderem
die Einstufung der zu transportierenden Güter als Gefahrgut und die zugehörigen Sicherheitsmaßnahmen
Bezettelung (Kennzeichnung) und Dokumentation wie Beförderungspapier und schriftliche Weisung (Unfallmerkblatt) eines Gefahrguttransports
den Bau von Behältern, Tanks, Fahrzeugen für Gefahrguttransporte
Befreiungen von der Einhaltung der Regeln des ADR
multimodale Gefahrguttransporte (Straße - Zug, Schiff oder Flugzeug)

Das ADR fordert unter anderem, dass
der Fahrer in vielen Fällen einen Gefahrgutführerschein besitzen muss
alle am Umschlag und Transport Beteiligten Sachkenntnisse über die Gefahrgutvorschriften nachweisen müssen
die Unternehmen, die Gefahrgüter befördern, einen Gefahrgutbeauftragten haben müssen.

BEAUFTRAGTE PERSONEN

Beauftragte Personen nehmen in Unternehmen die aus den Gefahrgutvorschriften resultierenden Pflichten des Unternehmers wahr. Für sie gilt § 6 der Gefahrgutbeauftragten-Verordnung, wonach Beauftragte Personen aufgabenspezifisch ausgebildet sein müssen. Diese Forderung schließt die regelmäßige Aktualisierung des Wissens durch Wiederholungsseminare ein.

BEFÖRDERUNGSPAPIER

Jeder Gefahrguttransport muss von einem Beförderungspapier begleitet sein. Auf diesem sind die Stoffe (Klassifizierung mit UN-Nummer, Gefahrzettel, sowie der technische Name, für Haupt- und Nebengefahr und Verpackungsgruppe) und Verpackungen, die jeweiligen Mengen, und über ein Punktesystem die Ermittlung der Freigrenzen vermerkt. Auch Namen und Anschriften von Absender und Empfänger müssen angeführt sein.

BEGASTE EINHEIT

Vorschriften für den Versand von begasten Containern

Seit 2001 enthalten die Modellvorschriften der Vereinten Nationen für den Transport gefährlicher Güter den Eintrag UN 3359 „Begaste Einheit“ mit der Zuordnung zur Gefahrgutklasse 9 und der Sondervorschrift 302, die den Begriff „Einheit“ für die verschiedenen Verkehrsträger wie Container, Fahrzeug oder Tank definiert.
Der Abschnitt 5.5.2 enthält Sondervorschriften für den Versand:
Die Beförderungspapiere müssen Angaben zum Datum der Begasung, zur Art und Menge des eingesetzten Begasungsmittels und zur Beseitigung von Rückständen des Begasungsmittels enthalten.
An jeder begasten Einheit muss an einer für Personen, die versuchen in das Innere zu gelangen, leicht einsehbaren Stelle ein Warnzeichen angebracht werden. Der Warnhinweis muss an der Einheit verbleiben, bis diese belüftet wurde, um schädliche Konzentrationen des Begasungsmittels zu entfernen, und die begasten Güter entladen wurden.
Das Warnzeichen besteht aus dem Totenkopfsymbol, den Hinweisen „Gefahr“, „Diese Einheit ist begast“ und „Zutritt verboten“ sowie Angaben zur Art des Begasungsmittels, Datum und Uhrzeit der Begasung und Datum der Belüftung. Es muss mindestens die Ausmaße 30 x 25 cm haben, mit mindestens 2,5 cm hoher schwarzer Schrift auf weißem Grund.

BPG

Der Gesetzgeber hat mit der Gefahrgutbeauftragten-Verordnung vorgesehen, dass Betriebe und Behörden, die Gefahrgut befördern, versenden, verpacken (egal, welche Menge), ihre beauftragten Personen besonders in diesen Bereichen geschult sein müssen:
Handdhabung der ADR/RID, Gefahrgutklassen und Kleinstmengenregelung, Gefahrgutrecht, Klassifizierung der Stoffe, Bezettelung der Versandstücke, Zusammenpack-, Zusammenladeverbote, Richtlinien zu den Unfallmerkblättern, Beförderungspapier, Beförderungserlaubnis, Besondere Vorschriften für den Verkehr der Fahrzeuge.

CARGO AIRCRAFT ONLY (CAO)

Cargo Aircraft Only (CAO) bedeutet, dass ein Frachtstück nur für Frachtflugzeuge und nicht für Passagierflugzeuge erlaubt ist.
Die Packing Instruction (dtsch. Verpackungsvorschrift) gibt die Bedingungen für die Verpackung an, sowie die zur Beförderung erlaubten Mengen pro Packstück. Bei Verbot des Transportes steht: F = FORBIDDEN (dtsch. verboten) in der Gefahrgutliste.
Frachtstücke, die die Bedingungen nach der Gefahrgutverordnung PAX erfüllen, also für Passagierflugzeuge geeignet sind, dürfen immer auch in Frachtmaschinen befördert werden.

CONNECTIVITY

DGOffice.net verfügt über verschiedene Support-Module:
Label – Druckt die Versand-Etiketten, die für jedes Packstück erforderlich sind, einschließlich Versender- und Empfänger-Angaben, UN-Nummer, korrekter Versandbezeichnung und erforderlicher Zusatzangaben.
Eigene Produkte – Erzeugt eine personalisierte Stoff-Datenbank. Mit diesem Modul können Sie Ihre eigenen Produkte klassifizieren und Ihre eigenen Produktnamen und Artikelnummern verwenden, um Dokumente zu erstellen und Vorschriften anzuzeigen.
Archiv – Archiviert Aufzeichnungen über Ihre Versendungen und Dokumente, beispielsweise für Berichte des Gefahrgut-Beauftragten wie die sogenannten DGSA-Rreports oder sonstige erforderliche Berichte.
Zum DEMO-Login gelangen Sie unter: www.DGOffice.net

DANGEROUS GOODS

Englisch - Gefahrgut

DGM-SCHULUNGEN

Über die DGM-Germany werden Schulungen angeboten, die das ganze Gefahrgutspektrum umfassen.Bei der DGM-Germany können Sie Ihren Staplerschein erwerben.

DGM-SOFTWARE

Die DGM-Germany vertreibt insbesondere die hauseigene Software " DGOffice.net " als Gesamtlösung für Dokumentation und Information über die Beförderung und Lagerung von Gefahrgut laut ADR - RID - IMDG - IATA - 49CFR

DGOFFICE-SOFTWARE

DGOffice.net ist eine Software zur Erstellung von ADR-Beförderungs-Papieren, IMO-Erklärungen und IATA-Shipper-Declaration.Die einfach zu bedienende Software ermöglicht es mit ein paar Klicks ein fehlerfreies Beförderungsdokument für sämtliche Verkehrsträger zu erstellen.

DGOffice ist eine Gefahrgut-Software, mit der man in der Lage ist, erweiterte Informationen über alle UN-Nummern zu erhalten und eine Reihe verschiedener Gefahrgut-Dokumente für alle Verkehrsträger erzeugen und drucken zu können.
Selbstverständlich werden hierbei alle aktuellen Gesetze, Regularien und Bestimmungen berücksichtigt. Module für die Erstellung / Veröffentlichung der Sicherheits-Datenblätter sind ebenfalls erhältlich.
DGOffice ist ein Modul basierendes System und internetbasierende Web-Applikation die vollständig über das Internet zu bedienen ist, die Sicherheit und Verfügbarkeit der sogenannten DGM-Cloud-Software ist zukunftweisend.
Durch unser Modul-Basis kann DGOffice-Software genau auf Ihre Bedürfnisse und auf die jeweiligen Anforderungen konfiguriert und zugeschnitten werden, mit dem Vorteil die Software von jedem Ort der Welt aus bedienen zu können, vorausgesetzt eine Internetverbindung und ein Web-Browser ist verfügbar.
Analog der von erworbenen Software-Rechte, können auch die Verantwortlichen in den Unternehmen ( Administrator u.s.w. ), ein Konto einrichten, Lizenzen erzeugen oder die Daten pflegen und aktualisieren ohne Rücksicht auf Standort oder vorhandene lokale Software.

DGR

Dangerous Goods Regulations (DGR) ist ein Regelwerk für den Transport von Gefahrgut im Luftverkehr der IATA.
Die DGR-Bestimmungen sehen vor, dass eine bestimmte Nettomenge pro Versandstück nicht überschritten wird. Außerdem muss die Verpackung der Güter nach besonderen Richtlinien vorgenommen werden. Güter müssen in Frachtbriefen und sonstigen Versanddokumenten entsprechend deklariert werden. Zudem müssen Versandstücke mit besonderen Gefahrzetteln oder Markierungen gekennzeichnet werden. Der Absender muss eine Versendererklärung ausfüllen. Zur Codierung hilft die PAX-Nummer.

Die Dangerous Goods Regulations übernehmen die von der ICAO herausgegebenen Technical Instructions (ICAO-TI). Daneben haben alle IATA-Mitgliedsairlines die Möglichkeit, spezielle Bestimmungen (i. d. R. Verschärfungen der geltenden Bestimmungen] und Bedingungen festzulegen

DSC

Solid Cargoes and Containers. Unterausschuß der IMO für die Beförderung von Gefahrgütern, festen Ladungen und Containern.

ERI-CARD

Die ERI-Cards oder Emergency Response Intervention Cards auch Traffic Emergency Card oder Tremcard geben Hinweise für Erstmaßnahmen bei einem Gefahrgutunfall.
Sie wurden vom Verband der Europäischen chemischen Industrie (CEFIC) als Informationsquelle für die Feuerwehr geschaffen um im Falle eines Unfalls mit chemischen Transportgütern eingesetzt zu werden. Sie beinhalten wie mit dem jeweiligen chemischen Stoff umgegangen werden muss und welche spezielle Ausrüstung benötigt wird. Besonders notwendig sind die ERI-Cards, wenn keine weiteren Informationen des Herstellers über das relevante Material vorliegen.

FAHRWEGBESTIMMUNG GEFAHRGUT

Die Fahrwegbestimmung (§ 35 GGVSEB) legt die Fahrtroute von Gütern bestimmter entzündbaren Stoffen der Klasse 3 fest. In einigen Bundesländern wird die Fahrwegbestimmung per Allgemeinverfügung bekannt gegeben. Es wird jeweils ein Positivnetz und ein Negativnetz von Straßen definiert. Diese Allgemeinverfügung und eine Beschreibung der vorgesehenen Fahrtroute sind dem Fahrzeugführer vor Antritt der Fahrt auszuhändigen.
Der Beförderer oder eine von ihm beauftragte Person hat den Fahrzeugführer vor der ersten Beförderung in die Anwendung der Fahrwegbeschreibung und der Allgemeinverfügung einzuweisen.

FT

Kennbuchstabe für "entzündlich, giftig“ (in englisch: "flammable, toxic“). Anwendung bei den Klassifizierungscodes des Gefahrgutrechts.

GbV

Gefahrgutbeauftragtenverordnung.

GEFAHRGUT-LUFTFRACHTSENDUNG

Werden gefährliche Güter auf dem Luftweg transportiert, sind die Gefahrgutvorschriften der Internationalen Lufttransportbehörde IATA einzuhalten.
Die geforderten Gefahrgutverpackungen, Kennzeichnungen, Dokumentationen hängen von den jeweiligen zu versendenden Gütern ab. Ausser es wird in den Vorschriften anderweitig bestimmt, muss ein vorgeschriebenes Formular "Shipper´s Declaration for Dangerous Goods" (Versendererklärung für gefährliche Güter) ausgefüllt werden. Ein "Air Waybill" (Luftfrachtbrief) muss auf jeden Fall - in englischer Sprache - ausgefüllt werden.

GEFAHRGUTBEAUFTRAGTENVERORDNUNG

Die Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV) regelt unter anderem die Bestellung von Gefahrgutbeauftragten sowie ihre Überwachungspflichten und die Schulung beauftragter und sonstiger verantwortlicher Personen. Zudem wurde mit der GbV die Sicherheitsberater-Richtlinie der EU umgesetzt.

Aufgaben und Pflichten des Gefahrgutbeauftragten:
Der Gefahrgutbeauftragte hat unter der Verantwortung des Unternehmers oder Inhabers eines Betriebes im Wesentlichen die Aufgabe, im Rahmen der betroffenen Tätigkeit des Unternehmens oder Betriebes nach Mitteln und Wegen zu suchen und Maßnahmen zu veranlassen, die die Einhaltung der Vorschriften zur Beförderung gefährlicher Güter für den jeweiligen Verkehrsträger erleichtern. Er hat auf Grund seiner Funktion keine Weisungsbefugnis. Er ist vielmehr ein „Berater” des Unternehmers. Weiterhin überwacht er alle Vorgänge die mit der Abwicklung der Gefahrguttransporte einhergehen. Er ist gem. GbV verpflichtet hierüber Aufzeichnungen zu führen und einen Jahresbericht zu fertigen.

GEFAHRGUTBEAUFTRAGTER

Jedes Unternehmen, das an der Beförderung von Gefahrgut, unabhängig von Verkehrsträger, beteiligt ist, muss mindestens einen Gefahrgutbeauftragten schriftlich bestellen. Diese Pflicht ergibt sich für Deutschland aus § 3 Abs. 1 Nr. 14 des Gesetzes über die Beförderung gefährlicher Güter (Gefahrgutbeförderungsgesetz, GGBefG) i.V.m. der Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV).

GEFAHRGUTBEFÖRDERUNGSGESETZ

Das Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG) ist das grundlegende Gesetz für die Beförderung gefährlicher Güter mit Eisenbahn-, Magnetschwebebahn-, Straßen-, Wasser- und Luftfahrzeugen in der Bundesrepublik Deutschland.
Es regelt den Geltungsbereich der Gefahrgutvorschriften allgemein, legt die Ermächtigungen und die Eingriffsmöglichkeiten der Bundesbehörden und die Höhe der Bußgelder für Ordnungswidrigkeiten fest.
Zum Beispiel beinhaltet der Begriff „Beförderung“ nach diesem Gesetz nicht nur den Transport an sich, sondern auch Vorbereitungs- und Abschlusshandlungen (Verpacken und Auspacken der Güter, Be- und Entladen).

GEFAHRGUTKLASSE

Die Gefahrgutklassen 1-9 sind nicht alle Bestandteil der ADR-Bescheinigung.

Klasse 1: Explosive Stoffe und Gegenstände
Klasse 2: Gase
Klasse 3: brennbare Flüssigkeiten
Klasse 4: entzündbare feste Stoffe (4.1) / selbsterhitzende Stoffe (4.2) / Stoffe die in Verbindung mit Wasser gefährliche Gase bilden (4.3)
Klasse 5: entzündend, oxidierend wirkende Stoffe (5.1) / organische Peroxide (5.2)
Klasse 6: giftige Stoffe (6.1) / ansteckungsgefährliche Stoffe (6.2)
Klasse 7: Radioaktive Stoffe
Klasse 8: ätzende Stoffe
Klasse 9: verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände, die nicht in eine der vorherigen Klassen passen

GEFAHRGUTRECHT

Das Gefahrgutrecht umfasst weltweit alle internationalen und nationalen Regelungen des Verkehrsrechts für die gesamte Beförderung und transportbedingter Zwischenlagerung von Gefahrgut und bildet damit die Grundlage für nationale Gesetze, Verordnungen und zwischenstaatliche Abkommen.

GEFAHRGUTUNFALL

Gefahrgutunfall, auch als Gefahrstoffunfall bezeichnet, nennt man jegliche Art von Schadensereignis, bei dem Produkte (das Gefahrgut) aus Industrie und dergleichen ungewollt und in solchen Mengen bzw. unter solchen Umständen in die Umwelt gelangen, welche schädlich für Menschen, Tiere, Umwelt oder Sachwerte sind oder sein können (Schadensfall). Als bekanntes Beispiel ist etwa die Freisetzung von Benzin nach einem Tanklastzugunfall zu nennen.
Die meisten Chemieunfälle sind Gefahrgutunfälle, da viele Chemikalien unter die Gefahrgutverordnung fallen.

GEFAHRGUTVERORDNUNG

Gefahrgutverordnungen regeln in Deutschland den nationalen und internationalen Transport von Gefahrgut auf Straße, Schiene, Binnengewässern, in der Luft und zur See. Als Grundlage dient das nationale und internationale Gefahrgutrecht.

GEFAHRSTOFFE

Gefahrstoffe sind chemische Stoffe oder Zubereitungen (Stoffgemische), die in der EU harmonisiert nach ihrem Gefährdungspotential eingestuft wurden. Die Gefährlichkeit eines Stoffes oder einer Zubereitung wird durch Gefahrensymbole (auch Gefahrenkennzeichen genannt) sowie durch Risiko- und Sicherheitssätze angegeben.

Als zusätzliches Gefährdungspotential gilt die Einstufung als CMR-Stoff (cancerogen, mutagen, reproduktionstoxisch, in Deutschland entsprechend Gefahrstoffverordnung auch "KMR").
Wenn Gefahrstoffe transportiert werden, spricht man von Gefahrgut - die beiden Begriffe Gefahrstoff und Gefahrgut sind nicht identisch: Die Gefahrstoffkennzeichnung soll über Gefahren beim Umgang mit den Stoffen (insbesondere bei deren Herstellung, Weiterverarbeitung und Verwendung) informieren, die Gefahrgutkennzeichnung ist auf die Transportgefahren abgestellt (z. B. mit Informationen für die Feuerwehr). So unterliegen auch nicht alle Stoffe jeweils beiden Bestimmungen. Darüber hinaus umfasst der Begriff Gefahrgut neben Substanzen auch ganze Produkte (wie Munition, Geräte, Bauteile und ähnliches).
Im Fall eines Unfalles mit einem Gefahrstoff spricht man auch oft von einem Schadstoff, dessen Freisetzung oder unkontrollierte Reaktion zu einem Gefahrgutunfall geführt hat.

GENERAL CORE

Das "Core" ist wie der Motor eines Autos, ohne ihn geht nichts! Das "Core" im DGOffice.net ist das Herzstück des Programms und daher bei jedem System-Setup notwendig. Das "Core" enthält alle Programmteile zur Einrichtung und Beeinflussung der Nutzung des DGOffice.net.
Diese Programmteile sind:
Informationen über Gefahrgüter
Enthält Datenbank der Stoffe und Vorschriften
Verwaltung eigener Kunden
Diese Datenbank enthält alle Angaben zu Versendern, Empfängern und Transport-unternehmen. Diese Angaben können nur von Nutzern mit Ihrer Firmen-ID eingesehen und bearbeitet werden.
Verwaltung eigener Nutzer
Registrierung und Pflege aller Nutzer, Nutzer-IDs, Passwörter, Module und Funk¬tionen zu Ihrer Firmen-ID
Bestellsystem und Lizenzverlängerung
Der Ort im System, an dem Sie die Kontrolle über Ihre bestellten Module, zusätzliche Nutzer und Lizenzverlängerungen haben. Hier können Sie auch neue Module bestellen und aktivieren.
Verwaltung des eigenen Unternehmens und Informationsstelle
In diesem Teil wird die Firmen-ID geführt. Auch Ihr Support-Mitarbeiter kann über diesen Teil ausgewählt werden.

GGVD

Gefahrgutverein Deutschland e.V.
Im GGVD stehen Solidarität, Kommunikation und Information im Vordergrund um Differenzen und Probleme zu beseitigen und gemeinsam etwas zu bewegen. Profitieren von den Vorteilen einer Interessengemeinschaft im Bereich Gefahrgut!

HAUPTGEFAHR

Gefahrgut wird in Klassifizierungsklassen ( Gefahrzettel ) unterschieden, wie z.B. Hauptgefahr. Die Gefahrzettel sind auf der Spitze stehende Quadrate, die mittels Piktogrammen, dem Gefahrensymbol, und einem speziellen Nummerncode, den Gefahrgutklassen, über die Art der Gefahr Auskunft geben. Es gibt sie in den Größen 10 x 10 cm (Gefahrzettel, label) für Packstücke und 25 x 25 cm sowie 30 x 30 cm (Großzettel, placard) für LKW, Tank-LKW, Aufsetztanks oder Container.

IATA-DGR

Dangerous Goods Regulations (DGR) ist ein Regelwerk für den Transport von Gefahrgut im Luftverkehr der IATA.

Die DGR-Bestimmungen sehen vor, dass eine bestimmte Nettomenge pro Versandstück nicht überschritten wird. Außerdem muss die Verpackung der Güter nach besonderen Richtlinien vorgenommen werden. Güter müssen in Frachtbriefen und sonstigen Versanddokumenten entsprechend deklariert werden. Zudem müssen Versandstücke mit besonderen Gefahrzetteln oder Markierungen gekennzeichnet werden. Der Absender muss eine Versendererklärung ausfüllen. Zur Codierung hilft die PAX-Nummer.

Die Dangerous Goods Regulations übernehmen die von der ICAO herausgegebenen Technical Instructions (ICAO-TI). Daneben haben alle IATA-Mitgliedsairlines die Möglichkeit, spezielle Bestimmungen (i. d. R. Verschärfungen der geltenden Bestimmungen] und Bedingungen festzulegen.

IBC-CODE

Der International Code for the Construction and Equipment of Ships carrying Dangerous Chemicals in Bulk (IBC-Code) ist eine internationale Sicherheitsvorschrift für die Beförderung gefährlicher Chemikalien und gesundheitsschädlicher Flüssigkeiten als Massengut in der Seeschifffahrt.
Der IBC-Code ist (als Kapitel VII Teil B) Bestandteil der SOLAS-Konvention der IMO.
Die aktuelle Fassung des Codes entspricht der Entschließung MSC.176(79) von 2007.
Durch die Bezugnahme auf den IBC-Code im deutschen Gefahrgutrecht für die Seeschifffahrt (z.B. in der Gefahrgutverordnung See oder in der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung) ist der IBC-Code als nationales Recht anerkannt.

IMGD-CODE

Der IMDG-Code (International Maritime Code for Dangerous Goods) ist die Gefahrgutkennzeichnung für gefährliche Güter im Seeschiffsverkehr. Er ist eine Ausarbeitung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO, International Maritime Organization der Vereinten Nationen). Er ergänzt die Bestimmungen des Internationalen Übereinkommens von 1974 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS), insbesondere dessen Kapitel VII.
Der IMDG-Code ist weitgehend identisch mit der Kennzeichnung nach ADR/RID für Straße und Schiene: Es verwendet die Gefahrgutklassen, und die UN-Nummern:

KLASSEN

Die Gefahrgutklasse (exakt Klassen gefährlicher Güter, englisch classes of dangerous goods, unpräzise auch hazard class, class of danger) ist die Einteilung von Gefahrgut je nach Gefährlichkeitsmerkmal für den Transport.Der Umgang mit Gefahrgut wurde von den Vereinten Nationen in den Model Regulations der UN Recommendations on the Transport of Dangerous Goods, die derzeit in der Revision 15 (2007) gültig sind, festgelegt. Dazu gehört auch der Aufbau der Gefahrgutklassen.

Die Einteilung erfolgt in 9 Klassen. Die weitere Unterteilung ist über einen Klassifizierungscode (hazard identification number) je nach Klasse genauer spezifiziert:

Die Klasse 1 ist in Unterklassen (division number, gibt den Gefährdungsgrad) und Verträglichkeitsgruppen (compatibility group, triff Aussagen über die Zusammenpackung) geteilt
Die Klassen 2 bis 9 über Codes über Gefahrengrad oder Stoffeigenschaften (subdivisions)

Daneben sind noch die Verpackungsgruppen zu beachten.
Eingegangen sind die Gefahrgutklassen in internationale Übereinkünfte wie die europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR), auf Binnenwasserstraßen (ADN, mit ADNR und ADN-D), die internationalen Regelungen zur Beförderung gefährlicher Güter im Schienenverkehr (RID) und for the Safety of Life at Sea (SOLAS) (dort als International Maritime Dangerous Goods Code, IMDG bezeichnet), und finden ähnlich auch im Straßentransportwesen der USA (Tunnelbeschränkungen seitens des US DOT) Verwendung.

LITHIUM-IONEN-AKKU-VERPACKUNGEN

ARS-Gefahrgutberatung in Frankfurt entwickelt gemeinsam mit namhaften Verpackungsherstellern und Kunden produktzugeschnittene Verpackungslösungen z.B. für Lithium - Akkus und – Batterien, die bekanntlich ein hohes Gefahrenpotential haben. Hierauf hat sich ARS spezialisiert und betreut Kunden wie z.B. die Fa. Li-Tec GmbH aus Kamenz eine Evonik-Tochter.

PAX-ICAO-IATA

Weltweit gelten im Luftverkehr:
Dangerous Goods Regulations/Technical Instructions – Packing Instructions (IATA/ICAO–PAX).

Die Packing Instructions (PAX, Verpackungsrichtlinien) der Dangerous Goods Regulations (IATA DGR) bzw. der Technical Instructions (ICAO TI) geben die Bedingungen für die Verpackung an, sowie die erlaubten Mengen von Gefahrgut im Passagierflugzeug. Diese Richtlinie hat Gültigkeit im Einzugsgebiet der IATA und der ICAO. Die Stoffkennzeichnung erfolgt mit den PAX-Nummern.

PROPER SHIPPING NAME

Richtige Versandbezeichnung für den Transport von Gefahrgut auch in dem Beförderungspapier.

QUALITÄTSSICHERUNG

RID und ADR setzt eine systematisches Programm zur Überwachung und Kontrolle der Einhaltung der Gefahrgut-Vorschriften voraus.

RID

Das Reglement concernant le transport international ferroviaire de marchandises Dangereuses, deutsch Regelung zur internationalen Beförderung gefährlicher Güter im Schienenverkehr bzw. Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter (Schweiz), ist die Übereinkunft über Beförderung von Gefahrgut mit der Eisenbahn. Sie gilt europaweit und im angrenzenden asiatisch-afrikanischen Mittelmeerraum bis in den mittleren Osten. Erarbeitet wird es in der Organisation intergouvernementale pour les transports internationaux (OTIF).

SICHERHEITSBERATER

Die Sicherheitsberaterrichtlinie (Richtlinie 96/35/EG des Rates über die Bestellung und die berufliche Befähigung von Sicherheitsberatern für die Beförderung gefährlicher Güter auf Straße, Schiene oder Binnenwasserstraßen) vom 3. Juni 1996 führte dazu, dass die deutsche Gefahrgutbeauftragtenverordnung mehrmals angepasst werden musste. Außerdem sind seit 2003 im Europäischen Übereinkommen über den Transport von gefährlichen Gütern auf der Straße (ADR) für alle Vertragsstaaten unter Kapitel 1.8 die Vorschriften für den Sicherheitsberater aufgeführt, so dass auch darüber die Bestellung eines Gefahrgutbeauftragten gilt.

TRANSPORT AIR - NOTOC

Transport Air:
Der Lufttransport von Gefahrgütern unterliegt zahlreichen Vorschriften und Regelungen. Die Nichteinhaltung solcher Vorschriften und Regelungen führt zu langen Verzögerungen und kann hohe Strafen bedeuten! DGOffice.net bringt diese Vorschriften und Regelungen in einem Modul zusammen, damit Sie die Güter auf dem richtigen Weg und zusammen, mit der korrekten und vorschriftsmäßigen Dokumentation transportieren können.
Transport NOTOC:
DGOffice.net erzeugt für Sie die korrekte Mitteilung an den zuständigen Piloten, dieser muss sobald sich Gefahrgut an Bord befindet, eine Liste über alle Transportgüter die sich im Flugzeug befinden zur Verfügung haben. Dokumente die mit unserem NOTOC-Modul erstellt wurden, werden in der Regel bereits vom Bodenpersonal geprüft, bearbeitet und kontrolliert.
Mit Hilfe des DGMwizard und der " Import-Funktion " für komplette Versendererklärungen ( Shipper's declarations ), die mit DGOffice.net oder unseren sonstigen Software-Produkten erstellt wurden, ist das in wenigen Minuten erledigt!
DGOffice.net trägt die richtigen Versandbezeichnungen ( Proper shipping names ) und sonstigen Angaben für Sie ein. Sie sparen dadurch nicht nur Zeit, sondern können auch jederzeit sicher sein, dass die richtigen Angaben eingetragen wurden.

TRANSPORT DGMCARD

DGMcard - Notfallkarten:
Für den Transport von Gefahrgütern auf der Straße ist eine entsprechende Dokumentation erforderlich. Die "schriftlichen Anweisungen" an den Fahrer, auch bekannt als " Notfallkarten " ( Transport Emergency Cards ), enthalten Informationen, die im Fall von Pannen und Unfällen benötigt werden und daher immer auf dem neuesten Stand und exakt sein müssen.
DGMcard bietet Ihnen ein im Software-Programm die Möglichkeit Notfallkarten in mindestens 32 Sprachen ( d.h. für 42 Länder ) zu erzeugen!
Die Karten können bearbeitet, und mithilfe einer umfangreichen mehrsprachigen Dokumenten-Datenbank eigenen Karten erstellen.

TRANSPORT RAIL SEA

Transport Road - Rail:
DGOffice.net hilft einen sicheren und zuverlässigen Transport von Gefahrgütern sicherzustellen.
Die Software ist ein hocheffizientes und exaktes Tool, das den Transport und Versand plant und ein optimales Werkzeug, Mischladungen und die Berechnung der zulässigen Gesamt-Transportmasse zu optimieren.
DGOffice.net enthält umfassende Informationen zu ADR- und RID-Vorschriften im Landtransport. Es erstellt auch die gesamte Dokumentation, die für den Transport von Gefahrgütern benötigt werden.
Transport Sea:
Der Seetransport von Gefahrgut muss dem internationalen Code für die Beförderung gefährlicher Güter auf Seeschiffen, dem IMDG-Code, entsprechen.
Dieses Regelwerk besteht aus zwei Bänden und einer Ergänzung. DGOffice.net enthält einen großen Auszug aus beiden Teilen und der Ergänzung.
Diese Informationen können per UN-Nummer angezeigt und auf einem so genannten Informationsblatt über die Vorschriften ( Regulatory Information Sheet ) ausgedruckt werden. Die Liste der Gefahrgüter ist vollständig enthalten und wird zur Auswahl der Stoffe verwendet, die transportieren werden müssen. Einfach durch hinzufügen der Güterliste und der Mengen an, fertig ist das Dokument.

TUNNELBESCHRÄNKUNGSCODE

Nach einigen Unglücken mit Gefahrguttransporten in Tunnels wurde der Tunnelbeschränkungscode im ADR eingeführt. Dieser soll regeln, welche Gefahrengüter einen Tunnel passieren dürfen.
Der Tunnelbeschränkungscode ist seit Veröffentlichung der ADR 2007 Bestandteil dieser. Zusätzlich wird in der ADR jedem Stoff ein Tunnelbeschränkungscode zugeordnet.
Da es in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Unfällen in Tunneln (z. B. im Tauerntunnel) kam, werden Tunnel in insgesamt fünf Kategorien (A-E) aufgeteilt und durch das Verbotszeichen 261 der StVO beschränkt.

UN-NUMMER

Die UN-Nummer, auch Stoffnummer genannt, ist eine Kennnummer, die für alle gefährlichen Stoffe und Güter (Gefahrgut) festgelegt wird. Sie ist die untere Nummer auf den auf allen Gefahrguttransporten angebrachten orangefarbigen Warntafeln (Gefahrentafeln) und beschreibt die Zusammensetzung (Art) des Transportgutes.

UN-RECOMMENDATIONS ON THE TRANSPORT OF DANGEROUS GOODS

Internationale Grundlage des Gefahrgutrechts sind die von den Vereinten Nationen herausgegeben Model Regulations der UN Recommendations on the Transport of Dangerous Goods, die derzeit in der Revision 15 (2007) gültig sind. Auf ihnen basieren die meisten internationalen Abkommen.